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üben, üben, üben

Eurotrochilus inexpectatus KOLIBRI

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Der deutsche Paläoornithologe Gerald Mayr vom Frankfurter Senckenberg Forschungsinstitut entdeckte die vermutlich ältesten Kolibrifossilien der Welt in der Grube Unterfeld im baden-württembergischen Frauenweiler (Stadtteil von Wiesloch). Er beschreibt im Fachmagazin Science den Fund zweier über 30 Millionen Jahre alter Fossilien, die den heute lebenden amerikanischen Kolibris ähnelten. Es sind die ersten Funde von Kolibris in der Alten Welt.
Die Skelette sind etwa vier Zentimeter lang, haben einen langen Schnabel, um Blütennektar zu saugen, sowie Flügel, die zum Schweben auf der Stelle befähigen. Damit zeigen sie die typischen Merkmale heutiger Kolibris.
Mayr taufte sie auf den Namen Eurotrochilus inexpectatus – „unerwarteter, europäischer Kolibri“.
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Kolibris leben ausschließlich in Amerika. Sie kommen vom Süden Alaskas bis Feuerland vor. Sie leben in Halbwüsten, in den Waldgebieten am Amazonas und in gemäßigten Zonen in den Laubwäldern Chiles.
Man trifft sie fast überall im südlichen Nord- und Südamerika an, außer in der subantarktischen und borealen Zone. Von den 330–340 Arten leben fast 130 in der Nähe des Äquators.
Nur ein gutes Dutzend Arten lebt in Nordamerika nördlich von Mexiko, die meisten davon im Südwesten der USA.
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Der Rubinkehlkolibri (Archilochus colubris) brütet als einziger im Osten Kanadas und der USA.
450px-red-billed_streamertail_male_rwd4 Nur auf Jamaika lebt der Wimpelschwanz (Trochilus polytmus), dessen Männchen einen bis zu 17 cm langen Schwanz hat.
Systematik der Kolibris
Das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) ist ein in Europa und Asien lebender Schmetterling, der in der Luft stehend mit seinem Rüssel Nektar in Blüten saugt und daher bisweilen für einen Kolibri gehalten wird.
Neben der Blütenfarbe spielt auch die Größe der Blüten eine Rolle. Bevorzugt werden anfangs Blüten mit etwa 30 Millimeter Durchmesser. Diese Vorliebe wird aber schon bald durch Erfahrung geändert, sodass Blüten mit einem Durchmesser zwischen 3 und 50 Millimetern angeflogen werden.
Die Taubenschwänzchen sind – für Schwärmer unüblich – tagaktiv. Darüber hinaus fliegen sie auch bei Dämmerung und manchmal nachts, was vereinzelte Lichtfänge dokumentieren. Auch an stark bewölkten Tagen, bei Regen und bei Temperaturen um 10 °C sind sie aktiv.
Bei Kälte vibrieren sie sitzend (Wärmezittern), und zwar im Gegensatz zu anderen Schwärmern nicht mit ausgebreiteten, sondern mit flach über dem Körper versetzten Flügeln. Sie nutzen jede sich bietende Wärmequelle; beispielsweise ruhen sie mit geöffneten Flügeln auf sonnenbeschienenen Steinen und nutzen sowohl die Sonnenstrahlen als auch die von den Steinen abgestrahlte Wärme. An sehr heißen Tagen ruhen sie während des Temperaturmaximums und fliegen bevorzugt in den frühen Morgenstunden sowie am Abend.
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Die Tiere versammeln sich am Abend oft zu Schlafgemeinschaften. Dazu suchen sie meist vertikale, von der Sonne aufgewärmte Felsflächen oder Ähnliches auf. Die Ansammlungen der Tiere dienen aber auch der Partnersuche.
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Beachtenswert ist das Erinnerungsvermögen der Falter. Sie kehren Tag für Tag an reichhaltige Nektarquellen zurück, ebenso bleiben sie ihren Ruhe- und Schlafplätzen oft ein ganzes Falterleben lang treu.
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Die unten angeführten Gattungen sollen einen Überblick über einen Teil der wichtigsten Nektarpflanzen geben:

Klee (Trifolium)
Flammenblumen (Phlox)
Flieder (Syringa)
Fuchsien (Fuchsia)
Jasmin (Jasminum)
Natternkopf (Echium)
Primeln (Primula)
Schneckenklee (Medicago)
Sommerflieder (Buddleja)
Storchschnäbel (Geranium)
Tabak (Nicotiana)
Veilchen (Viola)
Verbenen (Verbena)
Zieste (Stachys)

Unter den Nektarpflanzen finden sich sowohl einige Kulturpflanzen wie Rotklee und Luzerne als auch Garten- und Balkonpflanzen wie Fuchsien, Petunien, Pelargonien, Buddleja und Phlox.

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