Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

Drei Kronen Krieg NORRKÖPING

1567 tobte der Dreikronenkrieg rund um Norrköping und die Stadt wurde zum Schauplatz einer Schlacht zwischen Schweden und Dänen. Die Dänen, angeführt von Daniel Rantzau, drangen von Schonen und Småland kommend immer weiter nach Norden vor. Nach ihrem Einfall in Östergötland konnte die schwedische Armee südlich von Norrköping ein Lager errichten und beschloss, die Dänen an der Brücke Gamlabro zu stoppen.
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Am 3. Dezember erreichte die dänische Armee Norrköping. Die schwedische Armee hatte bereits die südlich des Strömmen gelegenen Häuser niedergebrannt und erwartete das dänische Heer. Auf der anderen Seite des Ufers hatte man ein Haus errichtet, das von Schützen und Kanonen verteidigt wurde. Nach einigen kleinen Gefechten und einem Überraschungsangriff des schwedischen Heeres, der allerdings entdeckt und zurückgeschlagen wurde, zog sich das dänische Heer zurück.
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Einige Zeit später zettelten die Brüder Johann und Karl einen Aufstand gegen König Erik XIV. an und erklärten den König für abgesetzt. Sein Bruder Johann wurde als Johann III. sein Nachfolger. an. Er bot allen Bewohnern von Norrköping, die ein neues Haus aus Stein errichten, zwölf Jahre ohne Steuern an
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Kein Mann darf einen anderen Mann überfallen, weder der König noch ein anderer. Aber wenn dies der König tut, dann soll der Kriegspfeil (das Zeichen zur Mobilmachung) ausgesendet werden. Der soll in alle acht Bezirke gesandt werden, und die Bauern sollen gegen den König ziehen und ihn töten, wenn sie können. Doch wenn der König davonkommt, dann darf er niemals mehr ins Land zurückkommen. Wer nicht gegen ihn ziehen will, muss drei Mark bezahlen, genauso der, der den Pfeil nicht weitergibt.

Damit wäre auch die Besonderheit der Schlacht zu erklären, nämlich dass sie nicht wie üblich zwischen aristokratischen Heerführern, sondern zwischen einem König und Bauern ausgetragen wurde.

Die jüdische Gemeinde

Die Synagoge von Norrköping

Die staatliche Behörde für Außenhandel (Kommerskollegium) erlaubte 1782 in einem Judengesetz (Judereglementet) in drei schwedischen Städten die Ansiedlung von Juden, und zwar in Stockholm, Göteborg und Norrköping. Schon wenige Tage nach Inkrafttreten des Regelwerks beantragte der Händler Jacob Marcus einen Schutzbrief beim Magistrat der Stadt und etablierte ein Großhandelsunternehmen. Ab 1790 befasste er sich mit dem Bedrucken von Baumwollstoffen.

Ein weiterer früher Einwanderer war Philip Jeremias, der sich daran versuchte, Öl aus Raps– und Hanfsamen zu pressen. Seine Nachkommen gehörten unter dem Namen Philipsson zu den bekannten Wirtschaftsgrößen von Norrköping. Die dritte bedeutende jüdische Person dieser Zeit war Jacob Wahren, der um 1810 eine Kleidungsfabrik gründete.

Im Vergleich zu den anderen beiden Städten hatte die jüdische Bevölkerung in Norrköping immer eine geringe Anzahl. Die erste Synagoge war ein einfaches Gebäude, das 1796 errichtet wurde. Die heutige Synagoge entstand 1858 an der Bråddgatan. Ein jüdischer Friedhof wurde schon um 1780 angelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Zahl der jüdischen Bürger in Norrköping ab und zum Ende der 1970er Jahre gab es hier weniger als zehn jüdische Männer im Alter über 13 Jahre für einen Minjan, wie er für einen jüdischen Gottesdienst notwendig ist.

 

In Norrköping haben die staatlichen Einrichtungen Ausländerbehörde (Migrationsverket), Integrationsverket, Zentralamt für Luftfahrt (Luftfartsstyrelsen), Koordinierung für Gefangenenbetreuung (Kriminalvårdsstyrelsen), Seefahrtsbehörde (Sjöfartsverket) und das Schwedische Meteorologische Institut (Sveriges meteorologiska och hydrologiska institut) ihren Hauptsitz.

 

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