Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

Kaktusplanteringen i Carl Johans Park, Norrköping


CARL JOHANS PARK, Norrköping

Die „Einfuhr“ afrikanischer Sklaven wurde auf Druck Englands bereits 1830 für illegal erklärt, in der Praxis jedoch erst ab 1849 bekämpft, wodurch innerstaatlicher Sklavenhandel an Bedeutung gewann.

Eine organisierte Kampagne für die Emanzipation der 2,5 Millionen Sklaven in Brasilien begann einige Jahre später. Die Abolitionisten errangen ihren ersten Sieg 1871, als das Parlament alle Kinder, die von Sklavinnen geboren wurden, für frei erklärte (Gesetz des freien Schoßes, „Lei do Ventre Livre“).
Das offenbar liberale Gesetz hatte jedoch einige Haken: Der Sklavenhalter entschied, den Kindern gegen staatliche Entschädigung die Freiheit zu schenken oder sie bis Vollendung des 21. Lebensjahres für sich arbeiten zu lassen.
Wegen der äußerst niedrige Lebenserwartung eines Sklaven hatte das Gesetz nur geringe Auswirkungen.

Etwa um die gleiche Zeit entstand eine republikanische Bewegung, die in den folgenden Jahren mehr und mehr Zulauf erhielt. 1885 wurden schließlich alle Sklaven über 60 Jahre für frei erklärt, das Gesetz sah nach Widerstand der Großgrundbesitzer schließlich 65 Jahre vor – eine utopische Zahl.
Der Kaiser, der selbst ein überzeugter Anhänger der Sklavenbefreiung war, wollte behutsam diese Politik fortsetzen .
Aber das Gesetz, das schließlich am 13. Mai 1888 alle restlichen Sklaven emanzipierte („Goldenes Gesetz“), wurde während eines Kuraufenthalts Dom Pedros II. in Europa in seiner Abwesenheit von der Regentin, Prinzessin Isabel, unterzeichnet.

Rein zahlenmäßig war die Sklaverei inzwischen ohne Belang: es gab noch 500.000 Sklaven bei einer Gesamtbevölkerung von 13,5 Millionen. Jedoch beraubte die Sklavenbefreiung die kaiserliche Regierung ihres letzten Rückhalts bei den Großgrundbesitzern und bereitete den Boden für die Ausrufung der Republik im November des folgenden Jahres.


Tripel-Allianz-Krieg
Kriegsursachen und Kriegsbeginn
Paraguays Präsident Francisco Solano López (1870)

Im April 1863 löste Venancio Flores, der Parteiführer der Liberalen (Colorados) in Uruguay, einen Aufstand gegen die Regierung aus, die von der Partei der Konservativen (Blancos) kontrolliert wurde. Dabei konnte Flores auf die Unterstützung Brasiliens sowie Argentiniens zählen, wo er im 1861 zu Ende gegangenen Bürgerkrieg an der Seite des siegreichen Präsidenten Bartolomé Mitre gekämpft hatte.
Die in Bedrängnis geratene uruguayische Regierung wandte sich nun hilfesuchend an Paraguay, welches durch sein für damalige Verhältnisse großes und gut ausgebildetes Heer sowie dank einer fortschrittlichen Wirtschaft eine bedeutende Rolle in der Region spielte.


„Der Vertrag von 1873 und die Erhebung der 10-Centavos-Steuer waren zwar der Casus Belli, doch es gab tiefere und bedeutendere Gründe für den Ausbruch des Krieges im Jahr 1879.
Einerseits die Macht, das Prestige und die relative Stabilität Chiles im Gegensatz zum wirtschaftlichen Niedergang und der politischen Instabilität in Peru und Bolivien nach der Unabhängigkeit. Andererseits ging es um die politische und wirtschaftliche Vorherrschaft in der Region. Zudem bestand eine tiefe Abneigung zwischen Peru und Chile. Unter diesen Voraussetzungen ergaben die unklaren Grenzen zwischen den drei Staaten zusammen mit der Entdeckung wertvoller Guano- und Nitratvorkommen in den umstrittenen Gebieten einen unlösbaren Konflikt.“

Nitrate sind in der Biosphäre und Hydrosphäre allgegenwärtig. Abbauwürdige Mengen von Nitraten finden sich hauptsächlich in Form von Natriumnitrat. Der Hauptfundort dieses Salzes ist Chile, daher auch der Trivialname Chilesalpeter. Weitere natürliche Vorkommen gibt es in Ägypten, Kleinasien, Kolumbien und Kalifornien. Nitrate der häufigen Alkali- und Erdalkalimetalle kommen in natürlicher Form als Chile-, Kalk- oder Kalisalpeter vor.

Auch bei Wiederkäuern besteht durch Nitratreduktion im Pansen eine akute Gefahr der Nitritbildung. Hier werden sogar Nitratkonzentrationen über 20 mg/l im Trinkwasser als schädlich betrachtet.
Nitrate in Trinkwasser

Der aktuelle Grenzwert für NO3− in Trinkwasser liegt laut der deutschen Trinkwasserverordnung bei 50 mg/l, nach der schweizerischen Gewässerschutzverordnung bei 25 mg/l.[2] In Österreich liegt der Grenzwert für Nitrat laut Trinkwasserverordnung ebenfalls bei 50 mg/l, allerdings ist hier die Bedingung [NO3−]/50 + [NO2−]/3 ≤ 1 einzuhalten (bei den Werten in den eckigen Klammern wird mit Konzentrationen in mg/l gerechnet). Wässer, die diesen Grenzwert überschreiten, werden von Wasserversorgern oft mit nitratärmerem Wasser vermischt, um den Grenzwert einzuhalten. In jüngster Zeit wurden erste Wasseraufbereitungen mit Umkehrosmose oder Nanofiltration gebaut, um durch Teilentsalzung den Nitratwert im Trinkwasser abzusenken.

Nitrat selbst ist in den Größenordnungen der Grenzwerte vollkommen ungiftig. Gefahr besteht für Säuglinge und für Menschen mit entarteter Darmflora durch die mögliche Bildung von Nitrit. In der Hauptsache aber dienen die Grenzwerte für Nitrat als Indikatorwerte für eine allgemeine Belastung der Trinkwasserquellen mit stickstoffhaltigen organischen Verschmutzungen, die eingedämmt bleiben sollen (siehe Absatz zur Philosophie der Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung). Im Jahr 2014 leitete die EU gegen Deutschland ein Vertragsverletzungsverfahren wegen überhöhter Nitratwerte im Grundwasser ein. Ein weiteres Verfahren wird vorbereitet.

Ende 2015 hat sich der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) für die Erarbeitung einer nationalen Stickstoffstrategie ausgesprochen, denn 27 % aller Grundwasserkörper seien aufgrund des zu hohen Nitratgehaltes in einem schlechten chemischen Zustand. Nitratrückstände in den Gärresten von Biogasanlagen belasten ebenfalls das Grundwasser. Deshalb sollten diese Rückstände in Zukunft primär verbrannt werden.

Wie entsteht Grundwasser
Die Abwärtsbewegung des Wassers wird erst dann gestoppt, wenn es auf eine wasserundurchlässige Gesteinsschicht trifft. Diese auch als Grundwasserhemmer bezeichneten Schichten weisen nur sehr kleine oder kaum zusammenhängende Hohlräume auf, so dass das Wasser nicht weiter versickern kann und sich zu einem geschlossenen Grundwasserkörper sammelt.

Grundwasser kann also immer nur dann entstehen, wenn Wasser in den Boden einsickert.
Den Vorgang bei dem Wasser in den Boden eindringt und zu Grundwasser wird nennt man Grundwasserneubildung.

Grundwasser: Gefahr größer als bisher bekannt
Nicht unterschätzt werden sollte auch: Mit der Nässe im Mauerwerk entstehen gesundheitliche Gefahren. Es siedeln sich schädliche Pilze, Milben und Bakterien an. Im Rudower Blumenviertel, wo bereits seit Jahren Grundstückseigentümer mit hohen Wasserständen zu kämpfen haben, stellte das Neuköllner Gesundheitsamt in mehreren Häusern gesundheitsschädlichen Pilzbefall fest. Abzuhelfen, so teilte die Behörde den Hausbesitzern mit, sei dem nur, indem das Gebäude saniert und der Grund für den Wassereinbruch beseitigt werde. Da aber liegt der Hase im Pfeffer. Denn die Hauseigentümer selbst können gegen die Ursachen steigender Grundwasserstände oder eindringenden Schichtenwassers nichts unternehmen.

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