Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

Cannabis im Polizeigarten

aus dem vergangenen Jahren..vom damaligen FREIbürger Autor Christian Rath und dem Künstler Axel Junker.


Cannabis im Polizeigarten

Ein kranker Künstler und Ex-Junkie hat sich auf Sylt selbst angezeigt. Er will mit einem Rechtsstreit die Nutzung von Haschisch als Medizin durchsetzen. Dafür versuchte er sich auch als Gärtner bei den Ordnungskräften der Insel

FREIBURG taz ■ „Die Spinnmilben machen mir Sorgen“, sagt Axel Junker. Vor einem Monat hat die Polizei seine Cannabis-Stauden beschlagnahmt und in eine Asservatenkammer gebracht. Jetzt fürchtet der bekennende Kiffer, dass die Pflanzen eingehen könnten – an Schädlingsbefall und mangelnder Pflege. Beim Amtsgericht hat er beantragt, dass die Hanfstauden zumindest regelmäßig gegossen werden sollen.

Der Antrag ist Teil einer politischen Aktion, denn Axel Junker hat sich selbst angezeigt. Der Sylter will erreichen, dass er Cannabis künftig legal zu Hause anbauen kann – denn er braucht es als Medizin.

Junker ist 53 und hat fast 40 Jahre Drogenerfahrung, bis hin zu Kokain und Heroin. Er saß mehrfach im Gefängnis, doch seit er 1997 nach Westerland auf Sylt zog, hat er sein Leben im Griff.

Er macht eine Methadontherapie, arbeitet als Taxidisponent, spielt Schlagzeug in einer Band, dichtet, schafft Skulpturen und hat sich den Künstlernamen aXXL zugelegt.

Allerdings muss Junker seit 15 Jahren mit der chronischen Leberentzündung Hepatitis C leben – vermutlich eine Folge seiner Drogensucht. Als im Mai die Viruslast rapide anstieg, unterzog er sich einer Interferon-Therapie an der Uni Kiel. Die Therapie schlug an, doch die Nebenwirkungen waren zunächst massiv: Er hatte Fieberschübe, Schüttelfrost und bekam wunde Stellen im Mund. „Das ging erst zurück, als ich richtig viel Cannabis geraucht habe“, versichert Junker. Auch bei der Überwindung seiner Heroinsucht habe ihm der regelmäßige Hasch-Konsum sehr geholfen. Deshalb will Axel Junker jetzt endlich Rechtssicherheit für seine kleine Plantage zu Hause.

Die Selbstanzeige bei der Polizei verband der Künstler mit einem Happening in der Fußgängerzone von Westerland, dem Hauptort von Sylt. Dort verbrannte er eine selbst geschaffene Holzskulptur. Anschließend versuchte Junker eine Cannabispflanze im Polizeigarten von Sylt einzubuddeln. „Es geht um eine ernste Sache, aber man muss dabei auch etwas lächeln können“, sagt Junker.

Mit seiner Selbstanzeige will er vor allem Druck auf das Bonner Bundesamt für Arzneimittel (BfArM) ausüben. Dort hat er schon vor drei Jahren einen Antrag gestellt, dass ihm der Anbau von Cannabis als Medizinpflanze genehmigt werden soll. Auch mehr als hundert andere Betroffene haben entsprechende Anträge gestellt. Bisher ohne Erfolg.

Zwar ist Cannabis laut Betäubungsmittelgesetz eine verbotene Droge, doch die Anträge sind nicht aussichtslos. Schon zweimal hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe kranken Cannabisnutzern geraten, beim BfArM um eine Ausnahmegenehmigung zu bitten. Und im Mai 2005 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erklärt, dass solche Anträge nicht mehr einfach wegen „Fehlens eines öffentlichen Interesses“ abgelehnt werden dürfen. Geklagt hatte ein Multiple-Sklerose-Patient.

Bis zu diesem Urteil verwies das Bonner Amt die Kranken gerne auf das Import-Arzneimittel „Dronabinol“, das den Cannabis-Wirkstoff THC enthält. Doch dieses Argument ließen die Leipziger Richter nicht gelten, schließlich werde Dronabinol von den gesetzlichen Kassen nicht bezahlt und sei sehr teuer. Junker stimmt zu: „Warum soll ich 500 Euro pro Monat für Dronabinol zahlen, wenn ich meine Pflanzen selbst züchten kann und noch eine bessere Wirkung erziele.“

Jetzt müsste das Bonner Amt eigentlich die Cannabis-als-Medizin-Anträge ernsthaft prüfen. Stattdessen beginnt es damit, sich neue Hürden für die kranken Kiffer auszudenken. So wurde im Mai verlangt, dass Cannabis nur in Räumen aus Stahlbeton oder Panzerschränken gelagert werden darf. „Die Beamten spielen auf Zeit, während die Kranken unter Schmerzen verrecken oder von der Polizei verfolgt werden“, empört sich Junker. Wenn es sein muss, will er den Rechtsstreit bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nach Straßburg tragen.
Quelle

Kunstaktion und Selbstanzeige für Cannabis als Medizin

Auf die Frage “Warum der ganze Aufwand?” antwortete Axel Junker den Journalisten mit einem Gedicht:

Weil brennende Kunst auch schon Schmerzen vermittelt.
Weil B-FARM sich bepisst – statt Gesundheit vermittelt.
Weil Ruf, Renommee – ohnehin arg lädiert –
wenig ist, was noch zählt. Somit stetig verliert.

Weil: Opfer und Leid wegen falscher Gesetze.
Weil “Beifang” erstickt im Dickicht der Netze.
Weil Armut und Dummheit als Teilstrategie
den Sumpf niemals trocknet. Polithierarchie.

Weil besser nichts ist, als Kunst zu verbrennen,
wenn Harzköpfe gegen Betonköpfe rennen.
Weil Hanf sich nicht wehrt. Vielleicht bloß Natur.
Weil irgendwas tickt: Bombenstimmung mit Uhr.

Weil ich nicht mehr will, dass Menschen getötet,
weil ihnen der Hanf ihre Netzhäute rötet.
Und auch weil in Teilen der Administranten
schon lange sich Netzhäute – Rötungen fanden.

Weil ich schon gesessen und ich auch gelitten,
weil Linken und Rechten fehlt alles inmitten
von Rennen und Streben nach Globalisierung.
Es brenne mein TORSO für Mobilisierung,

weil ich nicht gewillt bin, die Leute zu hassen,
die Andre und mich nicht gesund werden lassen.
Weil Kunst ist rein gar nichts – doch alles ist Leben.
DAFÜR gilt es viel mehr noch Antwort zu geben.

  • Lol. Eigentlich wollte ich doch Salsa-musik inspirierend flöten für verflossene gestrandete Wahl-nixen…flicflac flosse, ne kuckaratscha ne zwee, witzigmann. but brothers have fun in berlin township…chip by chippy,..even you will find a thick dick..sweet desireee…inside…Antenne Brandenbürger swinging meen Berlin….und die Rönnestrasse, wie auch der Lietzensee,…ist ja immer noch meine kleine Hunderunde. Bei all den Selbstmördern 2016. Kommen Sie endlich zu sich…THC Charlottenburg schonen sie sich dabei nicht…Sven Marculla…Senioren-olymPIade / Senior OlymphiADE

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