Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

Bewusstsein

Die Bezeichnung „wachsendes Gold“ ist innerhalb der Holzindustrie ein so gängiger Begriff, wie nie zu vor. Allein in Deutschland werden schätzungsweise um die 400.000 neue Kamine pro Jahr angefeuert. Der Markt für Brennholz und Holzpellets hat sich in der Bundesrepublik in den letzten 12 Jahren vervierfacht! Diese Entwicklung verhält sich in Österreich ganz ähnlich, wobei hier der Bedarf größtenteils vom landeseigenen Forstbestand abgedeckt wird. Noch! Denn auch hier diktiert der stetig wachsende Bedarf an dem erneuerbaren Energieträger Holz den Markt.
..weiterlesen AKTION-HOLZ

Wer nicht gerade im Wald nebenan selbst einen Baum fällt, weiß jedoch in der Regel nicht, wo das Holz für die Pelletheizung oder den Kamin ursprünglich geschlagen wurde. Dass der Hunger nach Holz in Deutschland und anderen Ländern Europas allein aus nachhaltigem Anbau gestillt werden kann, scheint unwahrscheinlich. Denn anders als in Deutschland ist der Holzeinschlag in anderen europäischen Ländern nicht so streng beschränkt. Dem deutschen Wald geht es daher im europäischen Vergleich eigentlich ganz gut.

Während die Einschlagraten in Deutschland weitgehend konstant und sogar unter den Zuwachsraten der Bäume bleiben, ist die Entwicklung in anderen EU-Ländern eine ganz andere. Zwischen 2000 und 2010 ist der Holzeinschlag in Zentral-Osteuropa auf 56 Millionen Kubikmeter Holz pro Jahr gestiegen, eine Zunahme um 23 Prozent. Noch stärker ist der Einschlag in Südost-Europa gewachsen: im selben Zeitraum um fast 78 Prozent. Besonders hervorzuheben ist Bulgarien: Der ohnehin schon hohe Einschlag stieg um 107 Prozent – mit anderen Worten, er verdoppelte sich.
weiterlesen

Holz ist nachhaltig, es wächst ja nach. Doch es kann auch zu nachhaltigen Zerwürfnissen führen, zumindest im ländlich geprägten Raum der Republik. Genauer in Dettingen an der Erms auf der Schwäbischen Alb. Dort tobt seit Monaten ein Streit um etwaige Holzlagerungen. Vom Kleinen zum Großen ist das Motto dieses Beitrages: Vom Kreis über Deutschland bis zu Europa wird der Rohstoff Holz unter die Lupe genommen.

„Wir machen das schon seit Jahren, bisher ohne Probleme”, schimpft der Dettinger Ralf Kirchner, wenn man ihn auf seine Holzlagerungen anspricht. Er gehört der Interessengemeinschaft Holz im Ermstäler 10 000-Einwohner-Dorf an. Das Problem: Laut Verwaltung sind auf den ortsansässigen Wiesen lediglich 30 Festmeter Holz zur Lagerung erlaubt. Gar ein Doktor aus dem Landrat war im Gemeinderat, um dies wissenschaftlich zu belegen. Die Holz-Verarbeiter der Gemeinde haben aber weit mehr auf ihren Wiesen sitzen. Alles, was über die erlaubte Menge geht, soll weg. So wollen es zumindest die Denker und Lenker der Gemeinde. Der Keil ist tief ins jahrzehntealte Holzlager getrieben und geht wohl so schnell auch nicht wieder raus. Die Fronten sind eichenhart, weder Verwaltung noch Holzmacher wollen nachgeben. Ein runder Tisch kam bisher nicht zustande, die Gemeinde bleibt stur und pocht mit hölzernem Zeigestock auf die angestaubten Paragrafen.

Spricht man mit Jürgen Wippel vom Reutlinger Kreisforstamt, dann sieht man die verdrehten Augen zum Thema Dettingen/Erms nahezu durch den Telefonhörer: „Das ist ein anderes Thema, sprechen wir lieber über den Wald in der Region.”
Dieser umfasst 40 000 Hektar Fläche, ungefähr doppelt so viel wie das gesamte Stuttgarter Stadtgebiet. Daraus werden jährlich 260 000 Festmeter Holz geschlagen. Ein Viertel davon wird energetisch verwendet. „Die Forstwirtschaft richtet sich schon seit 300 Jahren nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Die Waldfläche hier im Kreis Reutlingen nimmt die Jahre über eher zu als ab”, weiß der Förster nur Gutes über „seinen” Wald und seine Zunft zu berichten.
..weiterlesen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: