Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

SACRED RUN


Dennis Banks (obere Reihe, 2. von links) bei einem “Veteranentreffen” aus dem Jahr 2013 mit AIM-Aktivisten, die an der Wounded Knee-Besetzung von 1973 teilgenommen hatten

Besetzung von Wounded Knee 1973

Am 27. Februar 1973 besetzten Mitglieder der militanten indianischen Gruppe American Indian Movement (AIM) Wounded Knee und nahmen elf Geiseln. Mit der Aktion wollten sie die Absetzung des Stammesvorsitzenden von Pine Ridge, Dick Wilson, erreichen. Durch die gute Medienarbeit des AIM waren viele Reporter amerikanischer und internationaler Medien am Ort des Geschehens und berichteten täglich für ein weltweites Publikum.

Als die Forderung nach der Absetzung der gewählten, aber der Korruption und Vetternwirtschaft verdächtigten Regierung von Pine Ridge erfolglos blieb und das FBI stattdessen einen Belagerungsring um die Besetzer in Wounded Knee zog, riefen diese nach mehrmaligem Scheitern von Verhandlungen mit einem stellvertretenden Attorney General der USA schließlich die unabhängige Oglala-Nation aus.
Die Besetzung dauerte 71 Tage.
Am 8. Mai kapitulierten die Aufständischen, nachdem der besonders in den Nachtstunden aufflackernde Beschuss durch ein Großaufgebot von FBI-Agenten und Nationalgarde am 26. April 1973 zum Tod des Oglala Lakota Buddy Lamont durch einen Scharfschützen geführt hatte.
Es gab weitere Opfer während der Aktion und etwa sechzig Tote in den Jahren danach, als Dick Wilson und seine Anhänger blutige Rache nahmen.
Stop the Terror at Pine Ridge: Artikel aus der Untergrundzeitschrift Osawatomie, einem Organ der Weather Underground Organization zur Solidarität mit den angeklagten AIM-Mitgliedern, zwei Jahre nach der Besetzung von Wounded Knee

Zur Unterstützung der indianischen Sache während der Belagerung von Wounded Knee lehnte der Schauspieler Marlon Brando den ihm für seine Rolle in Der Pate verliehenen Oscar ab. An seiner Stelle trat Sacheen Littlefeather in traditioneller Kleidung der Apachen bei der Preisverleihung auf und erklärte, Brando werde den Preis im Hinblick auf die „schlechte Behandlung der Native Americans durch die Filmindustrie“ nicht annehmen.

Dennis Banks