Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

Joan Miró

Der Surrealist André Breton, der in den frühen 1920er Jahren Miró noch als kindlich bezeichnet hatte, sah ihn später als Maler des reinen Automatismus an und schrieb in seinem Werk Der Surrealismus und die Malerei aus dem Jahr 1967: „Vielleicht ist es gerade das, weshalb er als der ‚surrealistischste‘ von uns gelten kann […] Keiner ist so geschickt wie er, das Unvereinbare zu vereinen, ist so gleichgültig, etwas zu zerstören, bei dem wir nicht einmal den Wunsch wagen, es zerstört zu sehen.“

Joan Miró wurde am 20.4.1893 in Barcelona geboren. Der katalanische Künstler war einer der bedeutendsten Vertreter des Surrealismus.
Sein Äußeres ähnelte eher einem reichen Bourgois als dem eines unkonventionellen Künstlers. Aber erst mit seinem internationalen Erfolg, die ihm seine Ausstellungen in den USA brachten, konnte er ausreichend Druck auf seine Galeristen ausüben, um einen angemessenen Anteil am Verkaufserlös der Werke zu erhalten.

Lebenslauf von Joan Miró

Bereits 1900 bekam er privaten Zeichenunterricht. Ab 1907 studierte Miró an der Handelsschule und an der Kunstakademie Barcelonas, die bereits von Picasso besucht worden ist. Nach seiner Ausbildung arbeitete er einige Zeit als Buchhalter, bis er gegen den Widerstand seiner Eltern die Künstlerkarriere wählte.

Die Tat:

Gegen 17.00 Uhr fährt am Donnerstagnachmittag ein weißer Lieferwagen laut Augenzeugenberichten mit hoher Geschwindigkeit auf die Flaniermeile Las Ramblas.

In der Mitte dieser Straße ist ein breiter Flanierbereich für Fußgänger, auf diesem rast der Transporter den Berichten zufolge im Zickzack in die Menschengruppen hinein. Nach Angaben der Zeitung “El Periódico de Catalunya” legt der Fahrer auf den Las Ramblas gut 550 Meter zurück.

Am Pla de l’Os bleibt der Van stehen, mitten auf einem bekannten Mosaik von Joan Miró.

Der Fahrer flüchtet zu Fuß. Die katalanische Regierung teilt am Abend mit, dass zwei Verdächtige festgenommen worden seien.

Der Tatort:

Die Flaniermeile Las Ramblas ist eine knapp 1,3 Kilometer lange Promenade im Zentrum der Stadt. Sie führt von der Plaça de Catalunya im Norden bis zum Alten Hafen am südlichen Ende.

Mit seinen historischen Häusern, der alten Markthalle und dem Liceu-Theater sowie den Blumenhändlern und Straßenkünstlern zählt der Boulevard zu den Hauptattraktionen für Touristen. Entlang der Ramblas und in den Seitengassen befinden sich zahlreiche Hotels, Restaurants und Hostels.

Das Fahrzeug:

Bei dem Tatfahrzeug handelt es sich um einen weißen Lieferwagen einer Leihwagenfirma.

Ein zweiter Lieferwagen, mit dem die Attentäter womöglich hätten fliehen wollen, sei nahe Barcelona gefunden worden, schreiben die katalanischen Zeitungen “La Vanguardia” und “El Periódico de Catalunya” unter Berufung auf die Polizei.

Die Zahl der Opfer:

Mindestens ein Dutzend Menschen wurden getötet, etwa 80 weitere wurden verletzt. Dies teilte der katalanische Innenminister Joaquim Forn am Donnerstagabend vor Journalisten.
Selbstbezichtigung:

Die IS-Terrormiliz reklamiert laut ihrem Sprachrohr Amak den Terroranschlag für sich.
Von den Behörden in Spanien gab es dazu zunächst keine Äußerungen.

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