Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

ADOLF REICHWEIN

Ohne das Medium Film sind die von ihm intendierten Bildungsziele nicht zu erreichen. Wenn Filme eingesetzt werden, kommt ihnen im “Gesamtvorhaben” ein zentraler Stellenwert zu, da die organisierte Beobachtung” für Reichwein die Voraussetzung für ein “aktives Verhältnis zu den Naturwesen” ist: “[…] die Filme werden ja durch die Naturbeobachtung selbst ergänzt und haben in dem vorliegenden Falle vor allem die Aufgabe, in diese Beobachtungen Ordnung und Methode zu bringen.”

Ab 1939 war Adolf Reichwein am Staatlichen Museum für deutsche Volkskunde in Berlin museumspädagogisch tätig.

Reichwein gehörte als Mitglied des Kreisauer Kreises zum Widerstand gegen Hitler und war als Kultusminister im Falle eines erfolgreichen Umsturzes des Hitlerregimes vorgesehen. Julius Leber und Reichwein trafen sich Ende Juni 1944 mit mehreren führenden Mitgliedern der Operativen Leitung der KPD in Deutschland, unter welchen sich der Gestapo-Spitzel Ernst Rambow befand. Auf dem Weg zu einem erneuten Treffen mit den Kommunisten am 4. Juli 1944 wurde Reichwein von der Gestapo verhaftet und nach einem Prozess unter Roland Freisler vor dem „Volksgerichtshof“ am 20. Oktober 1944 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee erhängt. Heute JVA Plötzensee.

Er hinterließ eine Frau, Rosemarie (geborene Pallat, 1904–2002), und vier Kinder.

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