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üben, üben, üben

Hottentottenente

Die Hottentottenente (Anas hottentota) ist ein afrikanischer Entenvogel, der zu den Schwimmenten gerechnet wird.
Die auf Madagaskar vorkommenden Populationen wurden lange Zeit als separate Unterart angesehen, aber diese Unterscheidung ist heute nicht mehr gebräuchlich.

Im Rahmen der deutschen Koloniegründung im heutigen Namibia übernahmen die deutschen Siedler Sichtweisen und Worte ihrer burischen Nachbarn.

Eine Auseinandersetzung mit dem Wort Hottentotten findet sich im Deutschen Kolonial-Lexikon 1920: „Die H. nennen sich selbst Koikoin, was so viel wie Menschen bedeutet.
Als Naman fasst man dagegen jetzt am besten alle H.-Stämme von Deutsch-Südwestafrika zusammen,
obwohl diese Bezeichnung ursprünglich wohl nur für die vor 1800 dort vorhandenen Hottentotten galt.
Das sonderbare Wort ‚Hottentott‘ hat man meist als einen holländischen Spottnamen bezeichnen wollen, …“

Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Begriff – bereits seit der Epoche der Aufklärung – in etlichen deutschsprachigen literarischen Werken manifestiert.
Bis heute haben sich in Deutschland Redewendungen wie „Hier geht es zu wie bei den Hottentotten!“ erhalten,
zum Beispiel nannte Marius Müller-Westernhagen sein 2011er Live-Album „Hottentottenmusik“.
Die Wendungen sollen einen Mangel an räumlicher beziehungsweise musikalischer Ordnung zum Ausdruck bringen.

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