Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

REFORMPÄDAGOGE

Pädagoge Adolf Reichwein entmythologisiert
Michael Kroemer Pressestelle
Universität Wuppertal

Der Pädagoge Adolf Reichwein, 1944 von den Nazis in Plötzensee hingerichtet und in der historischen Bildungsforschung bis heute gerdezu als Märtyrer verklärt,
war keineswegs von Anfang an ein Widerstandskämpfer gegen die Nazis
und stand 1933 eben nicht in Konflikt mit den Grundideen des Nationalsozialismus.

Zu diesem Schluss kommt die Pädagogin und Historikerin
Dr. Christine Hohmann in ihrer Doktorarbeit,
die soeben im Klinkhardt-Verlag als Buch erschienen ist.
Dass der Reformpädagoge Reichwein, der bisher dem linken Spektrum der Sozialdemokratie zugerechnet wurde,
“von Anfang an” konsequent im Widerstand gegen den Nationalsozialismus gewesen sei, sei ein Mythos.

Die Untersuchung der Studiendirektorin a.D. Dr. Hohmann bricht mit der Reichwein verklärenden Forschung. Reichweins in der NS-Zeit in einer Volksschule durchgeführter Unterricht könne nicht als “heimlicher Widerstand” angesehen werden.
Dr. Hohmann, deren Dissertation von Prof. Dr. Friedhelm Beiner betreut wurde, zeigt auf, wie sich Reichwein im NS-Staat zielgerichtet um öffentliche Anerkennung seiner pädagogischen Arbeit bemühte und dabei die Zusammenarbeit mit NS-Gliederungen, darunter auch der SS, nicht scheute.

Ihr Fazit: Adolf Reichwein trug Mitschuld am Funktionieren des NS-Staates, wobei der spätere Widerstand – er wurde Mitglied des Kreisauer Widerstandskreises gegen Hitler – nicht verkannt werde.
Den Aufstieg zum “Klassiker der Pädagogik” verdanke er seiner Anhängerschaft.

Während ihrer wissenschaftlichen Arbeit hatte Dr. Hohmann noch Kontakt zur Witwe von Adolf Reichwein,
Rosemarie Reichwein, kurz vor deren Tod 2002
und zu beider Sohn,
Roland Reichwein, emeritierter Professor für Soziologie in Münster.

Doktorvater Prof. Dr. Beiner: “Ein Meilenstein in der Reichwein-Forschung!”
Dr. Christine Hohmann war Studiendirektorin am Carl-Duisberg-Gymnasium in Wuppertal, ist Lehrbeauftragte an der Bergischen Uni und lebt im Ennepe-Ruhr-Kreis.
(Christine Hohmann: Dienstbares Begleiten und später Widerstand – Der nationale Sozialist Adolf Reichwein im Nationalsozialismus;
Verlag Julius Klinkhardt, Bad Heilbrunn, 2007; 284 Seiten, kartoniert, 32,00 Euro.)
Kontakt:
hohmann.ept@t-online.de


Am 8. Mai 1945 endete der 2. Weltkrieg mit dem Sieg über Hitler-Deutschland. Den höchsten Blutzoll dieses Krieges zahlte die Sowjetunion mit 27 Millionen Toten.
Als sich das Ende der Nazi-Diktatur abzeichnete, trafen sich vom 4. bis zum 11. Februar 1945 die alliierten Staatschefs Franklin D. Roosevelt (USA), Winston Churchill (Vereinigtes Königreich) und Josef Stalin (UdSSR) in Jalta, um die Nachkriegsordnung Europas gemeinsam zu beschließen.

Es wurde bewusst die Sommerresidenz des letzten russischen Zaren Nikolai II. als Ort für diese historische Zusammenkunft gewählt, die auch als „Krim-Konferenz“ oder „Konferenz von Jalta“ in die Geschichte einging.

Die Region auf der Krim wurde während des Krieges lange von den Deutschen besetzt. Da aktuell das Verhältnis zwischen Russland und „dem Westen“, somit auch zu Deutschland, mehr als angespannt und ein neuer kalter Krieg bereits im Gange ist, sprechen wir im Rahmen unserer Krim-Reise mit den Teilnehmern der Delegation für Frieden und Kooperation Willy Wimmer, Andreas Maurer und Erwin Thoma.

Lehre und Botschaft der gemeinsamen Geschichte kann nur sein, dass wir Jalta als Mahnung verstehen:
Nie wieder Krieg!

Statt aufeinander zu schießen, reden zivilisierte Nachbarn miteinander.
Denn wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg.
via wirsindeins.org

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