Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

Findet Nemo

Topographie/Oberfläche

Salzsümpfe und Wüstenstreifen trennen Katar vom Rest der arabischen Halbinsel.
Die Salzpfannen – sogenannte Sabchas – auf Meeresniveau sind Relikte aus der Zeit, als Katar noch eine Insel war.
Erst durch eine leichte Hebung des Landes entstand die Verbindung zum arabischen Festland.
Aus diesen Sümpfen steigt nach Norden das sanft gewellte Hügelland empor, das für ganz Katar prägend ist.
Der höchste Punkt Katars ist der Berg Qurain Abu l-Baul mit 103 m im Süden von Katar.
Nach Osten fällt das Land sanft zum Meer ab.
Das überwiegend flache Land ist von Geröll- und Kieswüste geprägt.
Sanddünen kommen nur vereinzelt vor, meist an der Küste im äußersten Südosten.
Die Küste wird von mehreren langgestreckten Buchten gegliedert. Besonders an der Ostseite sind zahlreiche Korallenriffe vorgelagert.

Das Grundwasser hat einen hohen Salzgehalt; Trinkwasser wird in Meerwasserentsalzungs-Anlagen gewonnen. Im Südosten befindet sich die Meereslagune Chaur al-Udaid.

Katar ist vielerorts unfruchtbar und verödet, noch unwirtlicher als die anderen arabischen Wüstenstaaten.

Nur im Norden, wo die Niederschläge noch etwas häufiger sind, wachsen Wüstenhyazinthen, Palmen und Dornbüsche. Nach dem seltenen Regen sprießen Gräser und Kräuter hervor, treiben Blüte und Frucht in sehr kurzer Zeit und verdorren sofort wieder.

In den Salzpfannen wachsen spärliche salzliebende Gräser und Sträucher (Halophyten).

Nur wenige Tierarten – Wüstenspringmäuse, Igel, Geckos und Warane – können unter den extremen Lebensbedingungen der Wüste existieren.

Zugvögel rasten im Winter an der nördlichen Küste. Es gibt etwa 30 einheimische Vogelarten.

Für die gefährdeten Oryxantilopen wurde südlich von Doha ein Wildpark errichtet.
Arabian Oryx Conservation Programme of Saudiarabia

Die Gewässer des Persischen Golfes sind sehr fischreich.
Manchmal sind auch Pottwale, Delfine und die vergleichsweise seltenen Seekühe aufzufinden.
An der Nordküste befinden sich westlich von Ras Laffan Eiablagestrände von Meeresschildkröten.

Im Wildpark al-Wabra befinden sich 50 der 80 in menschlicher Obhut lebenden Spix-Aras.

In der Natur würden sich die Spix-Aras hauptsächlich von Samen und Nüssen des Pinhão (Jatropha mollissima) und Favela-Baumes (Cnidoscolus quercifolius) ernähren.

Da diese Bäume allerdings ursprünglich nicht in dem Verbreitungsgebiet dieser Vögel vorkamen, gehörten deren Früchte ursprünglich nicht zur natürlichen Nahrung.

Zusätzlich ernähren sich die Aras von den Samen und Nüssen folgender Pflanzen: Joazeiro (Ziziphus joazeiro), Baraúna (Schinopsis brasiliensis), Imburana (Bursera leptophloeos), Facheiro (Pilosocereus piauhyensis), Phoradendron-Arten, Caraibeira (Tabebuia aurea), Angico (Anadenanthera peregrina), Umbu (Spondias tuberosa) und Unha-de-gato (Uncaria tomentosa).
Berichte früherer Forschungsarbeiten fügen dem noch zwei weitere Pflanzen hinzu: Maytenus rigida und Geoffroea spinosa. Combretum leprosum könnte noch eine zusätzliche Nahrungsquelle gewesen sein.
Spix Macaw

Perlen

Der Perlenhandel war seit der Dilmunkultur 3200 v. Chr., die auf Bahrain beheimatet war und Handelsbeziehungen bis nach Indien aufwies, die wichtigste Einnahmequelle Katars, bevor die Naturperlen durch billigere Zuchtperlen ersetzt wurden und viele Menschen dadurch ihre Existenzgrundlage verloren.
Nach 1930 brach die Hochkonjunktur des Perlenhandels im Golf durch das Aufkommen japanischer Zuchtperlen weitgehend zusammen.
Dies führte zu einer schweren Wirtschaftskrise, die viele Katarer zur Auswanderung zwang.

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