Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

KÖNIGSKERZE

Die Pflanzengattung Königskerzen (Verbascum]
gehört zur Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Die etwa 300 Arten umfassende Gattung kommt mit einem großen Verbreitungsgebiet in Eurasien vor. Viele der Arten werden als Heilpflanzen verwendet.

Ihren Namen hat die Königskerze daher, weil sie früher in Harz getaucht wurde und als Fackel diente.
Bei keltischen Sonnwendfesten wurde sie dann auch gern für Fackelumzüge hergenommen.
Das die Königskerze viel für solche Zwecke genutzt wurde, zeigt auch der Name: Herba lucernaria – Lampenkraut.

Heilende Wirkung:
Seit jeher gilt sie als Nothelfer, Schutz- und Zauberpflanze. So empfiehlt Hildegard von Bingen einen Sud zusammen mit Fisch und Fleisch zu kochen.
Ein trauriges, schwaches Herz würde so wieder gestärkt werden und auch bei Heiserkeit solls helfen.
Die Indianer Nordamerikas rauchten die getrockneten Blätter bei Lungenproblemen, Asthma und Bronchitis.
In der Kräuterküche gilt sie allgemein als stärkend und beruhigend.
Die Königskerze soll kühlend und befeuchtend für trockene Lungen sein. Die Blüten werden für Brusttees verwendet.

Da bitte aber nicht selbst experimentieren, fragt da lieber jemand, der sich wirklich gut auskennt.
In der Kräuterküche nimmt man die Blüten gern als Suppeneinlage.
Die jungen Blätter kann man auch braten oder in Bierteig ausbacken. Hab ich selbst aber noch nicht ausprobiert.

Magische Königskerze:
Die Alpen – Schamanen sehen die Königskerze mit dem Jenseits in Verbindung.
Ich weiß nicht ob das daher rührt, weil sich die Mägde früher die Königskerzen übers Bett hingen, und welcher Buschen dann als erstes verwelkte, diejenige sein soll die als erstes “hinübergeht”.

Für Amulette wurde sie im Mittelalter verwendet.
In Blattgold eingewickelt als Amulett getragen soll sie negative Energien fernhalten.
Gleichzeitig soll sie auch Empfängnis verhütend wirken.

Bei den Galliern wurde sie als Mittel gegen Gicht verwendet.
Selbst Odysseus kannte wohl schon ihre Kraft, und soll sich mit Hilfe der Königskerze vor den magischen Ritualen der Circe geschützt haben.
Unholdpflanze wurde sie in manchen Gegenden genannt, weil sie vor jenen schützen soll und negatives abwehre.
Bei den alten Römern war sie als Färberpflanze beliebt.
Wie viel da jetzt wirklich Magie ist und wie viel Aberglaube dazu kommt, kann ich nicht beurteilen. Eine zauberhafte Pflanze ist sie sehr wohl.

Im Christentum wird ja Maria sehr verehrt. Oftmals wird sie mit einer Königskerze als Zepter in der Hand dargestellt.
Mit dem Himmelsbrand, wie die Pflanze auch genannt wird, segnet Maria das Land. Eine Vermischung von christlichen und alpenschamanischen Brauch ist dann die Kräuterweihe bzw. das Binden des Kräuterbüschels zu Lammas/Maria Himmelfahrt.

Kräuterbüschel:
Zu den sieben “Hauptkräuter” eines Kräuterbüschel zählt sie neben Johanneskraut, Salbei, Spitzwegerich, Wermut, Kamille, und Arnika, auch.
Sie bildet dabei das Zentrum. (da sieht man dann auch gleich den Zusammenhang, Zentrum – Herz – Sonne – Sternzeichen Löwe, alles ist halt mit allem verwoben)

Die Anordnung der Kräuter zum Büschel folgt dabei einem genauen Ritual, nach der Astrologischen Planetensignaturenlehre.
Bei Gewitter hat man dann früher den Kräuterbuschen zum Schutz für Haus und Hof geräuchert.

Lammas 2013

Wetterkerze:
Im Volksmund wird sie auch Wetterkerze genannt, das kommt einerseits daher, dass sie vor Gewittern schützen soll, wenn man sie vorm Haus wachsen lässt. Und man kann, wenn man es denn kann, das Wetter fürs kommende Jahr ablesen.

Eine Heilpflanze, die besser wie jeder Meteorologe das Wetter vorher sagen kann. Zumindest wenn man das Pflanzerl richtig deutet. So wie das im Quer Beitrag im Bayrischen Fernsehen letztes Jahr zum 15. August (das ist der Kräutertag im Jahr) der Hasslinger Sepp machte.
Zu Lammas im letzten Sommer hab ich mir dann die kleinblütige Königskerze auch ganz genau angeschaut, es war kein einziges Blütenblättchen mehr dran. Und im Winter bei uns, da war so gut wie kein Schnee zu sehen.

Spirituelle Ebene: Astrologisch wird die Königskerze der Sonne und dem Tierkreiszeichen Löwe zugeordnet. Da haben wir auch wieder das Herz! Eine Anwendung mit ihr kann ganz im Sinne des Zeichens Löwe unser Selbstbewusstsein stärken und unser eigenes Feuer wieder auflodern lassen. Jetzt wenn wir uns die Pflanze so ansehen, die wächst hoch, man kann also sagen: sie zieht hoch. Wenn wir das übertragen, nix anders haben schon unsere Altvorderen gemacht, dann kann man sagen, mit der Königskerze werden unsere feinen Antennen angesprochen, unser drittes Auge.

Nicht nur deswegen, sondern auch wegen ihrer Heilkraft für die Lungen und der gelben Farbe, würde ich sie auch dem Merkur zuordnen. Vielleicht auch Merkur in Verbindung mit Neptun, denn die Königskerze soll auch Astral- und Traumreisen fördern.

In einem Buch hab ich gelesen, man soll dazu getrocknete Blüten in ein Kissen geben oder man räuchert die Pflanze. Die Blüten sollen einen warmen Duft verströmen und Sonne in unsere Herzen bringen. Hildegard von Bingen hat das schon beschrieben und sie bei traurigen Herzen und Melancholie angewandt.

Text (co) Karin Mayer
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Bildquelle:Privat,pixabay.com,

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