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TEAKBAUM

Der Teakbaum (Tectona grandis) oder Teak [tiːk] ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Heimisch ist er in den laubwerfenden Monsunwäldern Süd- und Südostasiens.
Der Teakbaum liefert ein sehr wertvolles Holz und zählt zu den wichtigsten Exporthölzern des asiatischen Raumes. Die deutsche Bezeichnung Teak leitet sich über das Englische von der südindischen Sprache Malayalam ab

Die Hauptnutzung des Teakbaumes betrifft sein Holz. Neben den hohen, astfreien Stämmen machen seine besonderen Eigenschaften das Holz wertvoll. Es lässt sich gut verarbeiten und trocknet ohne Reißen und Werfen. Durch seine natürlichen Öle bleibt die Oberfläche auch ohne Nachbehandlung ansehnlich und wetterfest.

Allerdings erschwert der Kautschukgehalt das Verleimen, und andere Inhaltsstoffe erschweren die Lackierung und künstliche Farbgebung, so dass für diese Zwecke spezielle Leime und Lacke eingesetzt werden müssen. Statt Teakmöbel zu lackieren, werden sie häufig mit Teaköl behandelt.

Das Holz ist sehr dauerhaft, was auf die oben angeführten Inhaltsstoffe zurückzuführen ist. Besonders das Kernholz ist gegen Pilze und Insekten (Termiten) sehr beständig. Zudem ist das Holz schwer entflammbar.

Aufgrund seiner Färbung wird Teakholz als Messerfurnier oder Vollholz für Möbel, Vertäfelungen und als Parkett verwendet. Wichtig ist aber vor allem seine Verwendung im Boots- und Schiffbau. Ein Schiffsdeck aus Teakholz wird bei Nässe nicht rutschig. Auch für Wasser- und Hafenbauten findet es wegen seiner Beständigkeit Verwendung. Auch zum Drechseln und Schnitzen sowie für den Modellbau wird es wegen seiner leichten Bearbeitbarkeit verwendet. Die Werkzeuge werden allerdings schnell stumpf, weshalb die Verwendung von Hartmetall anzuraten ist.

Im natürlichen Verbreitungsgebiet wird das Holz auch als Brennholz, zur Herstellung von Holzkohle und von Hausgeräten verwendet. Die Blätter werden zum Rotfärben von Stoffen verwendet. Blüten, Blätter, Rinde und Holz werden in der Volksmedizin gegen Enteritis und gegen Fieber verwendet.

Gefährdet sind die natürlichen Teakbestände vor allem durch den Wanderfeldbau und illegalen Holzeinschlag.

Hauptexportländer sind Indonesien und Myanmar.

Der Teakbaum ist neben dem Mahagoni eines der wenigen tropischen Nutzhölzer, die in Plantagen angebaut werden können. Tectona grandis ist als Lichtbaumart sehr gut für Freiflächen-Aufforstungen geeignet.

Der Teakbaum betreibt generative Vermehrung, also über Samen.
Die Aufforstung von Flächen erfolgt entweder über Direktsaat oder mittels Stummelpflanzen (stump planting). Hierbei werden Setzlinge in Baumschulen angezogen. Mit acht bis zehn Monaten, wenn der Wurzelhalsdurchmesser 1 bis 2,5 Zentimeter beträgt, werden die Jungpflanzen auf eine Wurzellänge von 10 bis 25 Zentimeter und eine Sprosslänge von zwei bis fünf Zentimeter gekürzt. Diese stumps werden dann auf den Flächen ausgesetzt.
Die Abstände zwischen den Bäumen liegen zwischen 1,8 × 1,8 bis 2 × 2,5 Metern.
Meist werden Reinbestände angepflanzt, seltener Mischbestände etwa mit der Weißen Maulbeere.
Häufiger werden bodenfestigende Nebenbaumarten gepflanzt (Leucaena leucocephala, Akazien), um die Bodenerosion zu verringern. Pflegemaßnahmen wie Freischneiden sind nur im ersten Jahr nötig, da die Pflanzen bereits im zweiten Jahr eine Wuchshöhe von drei Metern erreichen.

Besonders auf Java wird Teak seit dem 19. Jahrhundert auch im Taungya-System angebaut, einer Variante der Agroforstwirtschaft. Nach Abholzung des Vorbestandes übergeben hier die Forstbehörden die Flächen den Bauern. Diese räumen die Flächen von Restbestockung und säen landwirtschaftliche Kulturen, besonders Trocken-Reis und Mais. Zugleich wird Teak ausgesät. Später wird die strauchige Leguminose Leucaena leucocephala eingesät, deren Reisig u. a. zum Mulchen dient. Nach meist zwei Mais- und einer Reisernte übernimmt wieder die Forstbehörde die Flächen.

Daneben wird Teak auch in herkömmlichen Plantagen und in bewässerten Plantagen gezogen.

Die Umtriebszeiten liegen in (Schnellwuchs-)Plantagen bei etwa 18 bis 25 Jahren, in Naturbeständen bei 60 bis über 100 Jahren.

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