Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

Vom großen, schönen Schweigen by Friedrich Luft

Min vän
är den
som älskar dig

Så glöm här ej
att säga Hej

till dig och dina själafränder.

Den världen
öppnar sig
helt allena
Tack och välkomna nu

Den ende karln i staden
som kan så
sina spår.    (c) jnw

Friedrich Luft war der Sohn eines deutschen Studienrates und einer schottischen Mutter. Sein älterer Bruder war der deutsch-amerikanische Physiologe und Hochschullehrer Ulrich Cameron Luft.

Friedrich Luft wuchs in der Friedenauer Kaiserallee 74 (heute: Bundesallee) auf und besuchte das nahegelegene Gymnasium Friedenau am Maybachplatz (heute: Perelsplatz).
Er studierte Germanistik, Anglistik und Geschichte in Berlin und Königsberg.
Mit großem Interesse hörte er bei Max Herrmann die Vorlesungen über Theatergeschichte. Ab 1936 war er freier Autor.
Er schrieb Feuilletons für das Berliner Tageblatt und die Deutsche Allgemeine Zeitung.
Für die Heeresfilmstelle verfasste er zahlreiche Drehbücher, beispielsweise für die Filme Die Brieftaube im Einsatz und Das Pferd und die Gasmaske für das Pferd.

Zudem produzierte er Texte für den Kabarettisten Werner Finck.
Im Jahr 1940 heiratete er die Zeichnerin Heide Thilo.

Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er zunächst für den 1945 gegründeten Tagesspiegel.

Er hatte eine Kolumne unter dem Titel Urbanus mit bis heute lesenswerten Alltagsskizzen aus der Berliner Nachkriegszeit.
Diese wurden 1948 vom Suhrkamp Verlag unter dem Titel Tagesblätter von Urbanus veröffentlicht.
Die 1947 von der US-amerikanischen Besatzungsmacht gegründete Neue Zeitung nahm ihn als Feuilletonchef ihrer Berliner Ausgabe in Dienst, und zwar als Theater- und Filmkritiker, bis sie 1955 ihr Erscheinen einstellte.

Im Jahr 1959 schrieb er für die Autobiografie Spiel im Dasein von Max Ophüls, dem aus Saarbrücken stammenden Theater- und Filmregisseur (Lola Montez, Briefe einer Unbekannten) das subtile 27-seitige Vorwort.

Vor allem aber war er beim Rundfunksender RIAS die „Stimme der Kritik“.
Jeden Sonntagmittag, von der Erstsendung am 9. Februar 1946 bis zum 28. Oktober 1990 kurz vor seinem Tod, sprach er in dieser Funktion über Berliner Theaterpremieren der jeweils zurückliegenden Woche. Als rhetorische Eigenheiten galten sein schnelles und teilweise atemlos abgehackt wirkendes Sprechen, eine bisweilen drastische Ausdrucksweise verbunden mit barocken Schnörkeln wie auch die gleiche, immer wiederkehrende Verabschiedungsformel von den Hörern:

„Wir sprechen uns wieder, in einer Woche. Wie immer – gleiche Zeit, gleiche Stelle, gleiche Welle. Ihr Friedrich Luft.“

Zusätzlich dazu schrieb er im weiteren Verlauf auch Beiträge für die Süddeutsche Zeitung und Die Welt. Von Luft stammte darüber hinaus das deutsche Dialogbuch zu dem David-Lean-Klassiker Die Brücke am Kwai aus dem Jahr 1957.

Friedrich Luft sprach fließend Englisch.
Er wohnte und arbeitete 50 Jahre lang bis zu seinem Tode nahe dem Nollendorfplatz in der Schöneberger Maienstraße 4.
Dort erinnert eine Gedenktafel an den in Berlin seinerzeit sehr beliebten Kritiker. Luft wurde auf dem Waldfriedhof Dahlem beigesetzt.
Die gemeinsame Grabstätte mit seiner Frau Heide, die als Grafikerin und Illustratorin tätig war, befindet sich in der Abt. 8U-43. Sein Grab ist als Ehrengrab der Stadt Berlin gewidmet.

Im Jahr 1991 wurde in der Akademie der Künste das „Friedrich-Luft-Archiv“ eingerichtet.

Es beinhaltet Manuskripte der Kritiken seiner Rundfunksendung Stimme der Kritik sowie eine Sammlung von Lufts Zeitungskritiken und Glossen aus den Jahren 1945 bis 1990, seine Bibliothek und ein Tonbandarchiv mit Mitschnitten seiner Rundfunksendungen aus den Beständen des RIAS.

Eine Theaterlegende namens Friedrich Luft

Er war Chefkritiker der “Welt”, der “Berliner Morgenpost” und ein Symbol im Radio. Vor 20 Jahren starb Friedrich Luft.
Das ist nichts für die Ewigkeit: Journalisten, heißt es, schreiben auf Wasser.

Dieser Tagesschriftsteller wurde indes durch ein weit flüchtigeres Medium berühmt. Friedrich Luft hat nicht in den Wind, er hat in den Äther gesprochen. 1946 war zum ersten Mal vom Sender RIAS Berlin die sonntägliche Serie „Stimme der Kritik“ ausgestrahlt worden.

Es folgten, Woche für Woche zur Mittagszeit, rund 2000 Ausgaben. Obendrein hat Luft Abertausende Beiträge veröffentlicht,..weiterlesen

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