Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

okla humma

Oklahoma [ˌoʊkləˈhoʊmə]) ist ein Bundesstaat im zentralen Süden der Vereinigten Staaten von Amerika, nördlich von Texas. Das Wort Oklahoma stammt aus der Choctaw-Sprache: okla ‚der Mensch‘ und humma ‚rot‘, die Zusammensetzung bedeutet soviel wie „Das Land des roten Mannes“. Der Beiname Oklahomas ist The Sooner State. Hintergrund dieses Beinamens waren die Pioniere, die das von den Indianern durch die US-Regierung gekaufte Land vor (sooner) der legalen Anfangssiedlungszeit besiedelt hatten. Die Hauptstadt Oklahomas ist Oklahoma City. Nach den offiziellen Schätzungen von 2013 beträgt der Anteil der Weißen an der Gesamtbevölkerung 75,4 Prozent. Indianische Volksgruppen sind mit 9,0 Prozent weitaus stärker vertreten als in den meisten anderen Bundesstaaten. Die größten indianischen Gruppen sind Cherokee, Chickasaw, Choctaw, Muskogee und Seminolen. Außerdem leben in Oklahoma asiatische Volksgruppen (unter anderem Vietnamesen, Chinesen und Koreaner). Der Anteil der afroamerikanischen Gemeinschaft Oklahomas lag 2013 mit 7,7 Prozent deutlich unter dem Bundesschnitt. Bereits im 19. Jahrhundert kamen Afroamerikaner über den Pfad der Tränen in das heutige Oklahoma, wo sie von den Indianerstämmen als Sklaven gehalten wurden. Nach dem Verbot der Sklaverei im Jahre 1865 zogen viele Afroamerikaner in sogenannte All-Black Towns, die heute noch in geringer Zahl existieren. Innerhalb der Vereinigten Staaten nimmt Oklahoma eine Sonderstellung ein. Das Gebiet fiel im Rahmen des Louisiana Purchase 1803 an die USA. Diese erkannten allerdings keinen Wert in diesem Gebiet und wiesen es zwischen 1817 und 1830 den Indianerstämmen der Muskogee, der Seminolen, der Cherokee, der Choctaw und der Chickasaw zu (den „Fünf zivilisierten Nationen“), die aus den östlichen Staaten vertrieben wurden. Etwa 50.000 Menschen wurden nach Oklahoma getrieben, wo sie auf bereits ansässige andere Indianerstämme trafen. Diese Umsiedlung ging als „Trail of Tears“ in die Geschichte ein. 1834 wurde das Gebiet zum Indianer-Territorium deklariert. Noch heute haben viele Indianerstämme ihren politischen Hauptsitz in Oklahoma. Obwohl die Regierung 1880 offiziell eine Besiedelung des Landes durch die Weißen untersagte, kam es seitens der Bevölkerung immer wieder zu Übertretungen der Grenzen. Im Jahr 1885 wurden schließlich Verhandlungen mit den Muskogee und den Seminolen aufgenommen, die dazu führten, dass am 22. April 1889 zwei Millionen Acre (≈ 8094 km²) Land für Siedler freigegeben wurden. Die Folge war der „Oklahoma Land Run“, bei dem innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Siedler in das Land strömten und sozusagen über Nacht Oklahoma City entstand. Bereits im Vorfeld hatten viele der neuen Siedler, die sogenannten „Sooners“ (engl. „soon“, von „früh“), ihre Claims abgesteckt, was dem Staat den Beinamen „Sooner State“ einbrachte. 1890 wurde das Indianer-Territorium zum „Oklahoma-Territorium“. Bis 1906 kam es zu einer beständigen Ausweitung des Siedlungsgebiets. Der Anlauf, im Osten des Landes einen indianisch geprägten Bundesstaat „Sequoyah“ ins Leben zu rufen, blieb vergeblich. Das Territorium rückte durch die aufstrebende Ölindustrie in den Mittelpunkt. Nachdem in Texas 1901 die erste größere Ölquelle angezapft wurde, geriet auch Oklahoma in den Fokus des Ölgeschäfts. Besonders Tulsa hob sich dabei hervor und wurde für einige Zeit die Welthauptstadt des Öls genannt. Am 16. November 1907 trat Oklahoma als 46. Bundesstaat der Union bei. Nach wechselnden wirtschaftlichen Wachstums- und Krisenzeiten bescherte die Entdeckung reicher Erdöl- und Erdgasfunde im Jahre 1928 dem Land Aufschwung und Wohlstand. Bereits 1927 begann der Geschäftsmann Cyrus Avery eine Kampagne zur Einrichtung der U.S. Route 66, was ihm später den Beinamen Vater der Route 66 eintrug. Ein Teilstück der Fernstraße von Amarillo (Texas) nach Tulsa bildete den Nukleus der Strecke. Avery bildete die Spitze der U.S. Highway 66 Association von seiner Heimatstadt Tulsa aus. Gleichwohl wurde Oklahoma wiederholt von Dürreperioden und Sandstürmen heimgesucht, was einen Exodus der Landbevölkerung über die legendäre Route 66 in die westlichen Bundesstaaten zur Folge hatte. Die Ereignisse des Auszuges aus der „Dust Bowl“, der „Staubschüssel“ wurden von John Steinbeck in seinem Roman „Früchte des Zorns“ und vom Songschreiber Woody Guthrie künstlerisch aufgearbeitet. Bereits vor 1940 erholte sich die Wirtschaft, da nicht nur der Preis landwirtschaftlicher Produkte, sondern auch der Ölpreis anstieg. Die Tinker Air Force Base wurde während des Zweiten Weltkriegs ins Leben gerufen. Während des Krieges gehörte Oklahoma zu den „Top-Ten“ der Bundesstaaten in Bezug auf den Ankauf von Kriegsanleihen. Robert S. Kerr, der aus dem Ölgeschäft stammte und von 1943 bis 1946 Gouverneur war, unterstützte den New Deal und nutzt seine Verbindungen in Washington, um für seinen Bundesstaat weitere Mittel zu sichern. Während des Krieges entstand eine Vielzahl von Militäreinrichtungen, was zur Schaffung Tausender Arbeitsplätze beitrug. Die Tinker Air Force Base blieb auch während des Kalten Kriegs in Nutzung. Erst 1967 wurde Oklahoma durch den Obersten Gerichtshof dazu gezwungen, als einer der letzten Staaten der USA das Verbot der Mischehen aufzuheben. Das Gesetz zum Verbot der Mischehe in Oklahoma war einzigartig in seinem Verbot, dass Afroamerikaner Angehörige irgendeiner fremden Rasse heiraten durften. Am 19. April 1995 um 9:02 Uhr zündete eine kleine terroristische Vereinigung, bestehend aus drei US-Bürgern, eine Bombe vor dem Murrah Federal Building, die das Gebäude praktisch komplett zerstörte und 168 Menschen, darunter auch Kinder, tötete. Oklahoma gilt als traditionell konservativer Staat, in dem, ähnlich wie in Texas, die Republikaner das Erbe der demokratischen Dominanz in den Südstaaten nach dem Sezessionskrieg durch die Besetzung von Themen der politischen Rechten ab den 1960er-Jahren erfolgreich angetreten haben. Bereits nach der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1948 wandten sich die Einwohner Oklahomas vermehrt den Republikanern zu – also noch vor dem Ende des Solid South in anderen Südstaaten. Seit der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 1952 wählten die Bürger ausschließlich die republikanischen Kandidaten mit Ausnahme des Jahres 1964, als Lyndon B. Johnson in Oklahoma das Rennen machte. Dabei ergaben sich jedoch nicht immer Erdrutschsiege. Jimmy Carter zum Beispiel verlor die Wahl 1976 in dem Bundesstaat lediglich mit einer Differenz von 1,2 Prozentpunkten. Bill Clinton lag 1992 und 1996 jeweils etwa 8 Prozentpunkte hinter dem republikanischen Kandidaten. Seit 2000 allerdings liegen die Republikaner bei jeder Wahl mit mindestens 60 Prozent der Stimmen klar vorne. Al Gore war 2000 der letzte Präsidentschaftskandidat, dem es gelang, einige Countys in Oklahoma zu gewinnen. Bei beiden Wahlen 2008 und 2012 holte Barack Obama kein einziges. Die Republikaner sind generell in Oklahoma City, Tulsa und den jeweiligen Vororten sowie im äußersten Nordwesten (Panhandle) am stärksten. Die Demokraten haben ihre Hochburgen vor allem im östlichen Teil des Staates, und hier vor allem im Südosten, der auch als Little Dixie bekannt ist. Nach dem Zensus 2000 verlor Oklahoma einen der bis dahin sechs Sitze im Repräsentantenhaus. In der aktuellen Wahlperiode (2011–2013) vergaben die Wähler vier Sitze an die Republikaner und einen an die Demokraten. Nach dem Rückzug des Abgeordneten Dan Boren 2012 wurde in seinem Wahlkreis (Little Dixie), der als Demokraten-Hochburg galt und in dem die Demokraten 15 Jahre lang den Abgeordneten stellten, eine Neuwahl erforderlich. Diese gewann der Republikaner Markwayne Mullin, so dass es seitdem nur noch republikanische Abgeordnete aus Oklahoma im Repräsentantenhaus des 113. Kongresses gibt. Im US-Senat wird der Staat von den Republikanern Jim Inhofe und James Lankford vertreten. Gouverneurin ist seit Januar 2011 die Republikanerin Mary Fallin. Nach Texas ist Oklahoma derjenige Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika, der die meisten Todesurteile vollstreckt hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: