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Bewusstseinsstufen: 8 Stufen nach Timothy Leary revisited

Bewusstseinsstufen: 8 Stufen nach Timothy Leary revisited

Timothy Leary (1920-1996), US-amerikanischer Psychologe und Autor ist vielen vor allem noch durch sein politisches Aktivistentum als „Drogenpapst“ bekannt – Turn on, Tune in, Drop out!“ als zentraler Slogan. Daneben schuf er mit seiner „Entwicklungstheorie der acht Bewusstseinsstufen“ aber auch ein Modell des menschlichen Geistes. Lässt sich damit auch als Autor beim Erschaffen von Charakteren heute noch etwas anfangen? Beim Erdenken fiktiver Gesellschaften?

Kurz zusammengefasst handelt es sich bei den 8 Stufen um die Folgenden:

    1. Der Bio-Überlebens-Schaltkreis (Bio-survival Circuit) ist für die grundlegenden lebenserhaltenden Maßnahmen zuständig. Er entscheidet, ob Objekte entweder als gefährlich oder als sicher eingestuft werden. Der Schaltkreis ist schon im Gehirn der einfachsten wirbellosen Tiere verankert. Es ist der erste, der im Gehirn des Säuglings aktiv wird – kurz nach der Geburt.
    2. Der gefühlsbezogene, territoriale Schaltkreis (Emotional Circuit) kümmert sich vorwiegend um die gröbsten Emotionen und unterscheidet nach unterwürfigem oder beherrschendem Verhalten. Er trat in der Evolution als erstes in Wirbeltieren (Vertebrata) auf. Im Menschen wird der Schaltkreis aktiv, sobald das Kind gehen lernt.
    3. Der semantische Schaltkreis (Dexterity-Symbolism Circuit) ist mit logischem und symbolischem Denken verbunden. Er geht zurück bis zu dem Zeitpunkt als die ersten Hominiden begannen sich vom Rest der Primaten zu unterscheiden, als sie anfingen Werkzeuge zu benutzen und auf zwei Beinen zu gehen.
    4. Der sozio-sexuelle Schaltkreis (Social-Sexual Circuit) übernimmt das Betreiben von sozialen Netzwerken und das Übermitteln von Kultur über die Zeiten. Das Entstehen erster sozialer Strukturen in der Gesellschaft ging mit diesem Schaltkreis einher. Leary verband niemals eine Droge damit.
    5. Der neurosomatische Schaltkreis (Neurosomatic Circuit) ist der erste, der in der rechten Gehirnhälfte angesiedelt ist. Bei den meisten Menschen sind er und alle weiteren jedoch inaktiv. Er erlaubt es einem, Dinge im multidimensionalen Raum zu erfahren – anstatt der Fähigkeit der meisten Menschen, nur 4-dimensionale Dinge der Raumzeit wahrzunehmen. Er soll uns bei zukünftigen Unternehmungen, bei der Erforschung des Weltraums unterstützen. Er tauchte vor ca. 4000 Jahren in den ersten begüterten Gesellschaftsformen auf, in denen die „irdischen Überlebensprobleme“ keine so große Rolle mehr spielten. Eine starke Ausprägung erreichte er mit der Entwicklung der Freizeitgesellschaft im zwanzigsten Jahrhundert. Er ist mit Hedonismus und Erotik in Zusammenhang zu bringen.
    6. Der metaprogrammierende oder bewusstseinsabstrahierende Schaltkreis (Neuroelectric Circuit) steht in Verbindung mit dem Bewusstwerden des Geistes, so dass er unabhängig von den Mustern und Prägungen der vorhergehenden Schaltkreise agiert. Nach Learys Einschätzung wird dieser Schaltkreis den Weg für die telepathische Kommunikation frei machen. Für diejenigen, bei denen die fünf vorhergehenden Schaltkreise aktiv sind, die aber nur mit der linken Gehirnhälfte arbeiten, ist es unmöglich, diesen Schaltkreis zu erreichen. Die Entwicklung dieses Schaltkreises geht mit der um 500 n. Chr. entstandenen Seidenstraße einher.
    7. Der neurogenetische Schaltkreis (Neurogenetic Circuit) erlaubt Zugriff auf die genetischen Speicherfunktionen der DNA. Er ist verbunden mit den Erinnerungen der vergangenen Leben, dem Buch des Lebens und dem kollektiven Unbewussten wie es C.G. Jung beschrieben hat. Außerdem eröffnet er wesentliche Züge von Unsterblichkeit im Menschen. Wahrscheinlich ist er unter hinduistischen und sufistischen Sekten am Ende des ersten Jahrtausends nach Christus entstanden.
    8. Der neuroatomare Schaltkreis (Neuro-atomic Circuit) eröffnet Zugang zum intergalaktischen, universalen Bewusstsein, welches dem Leben im Universum vorangeht. Er lässt Menschen außerhalb der Raumzeit und dem Zwang von Relativität operieren. 

      AUTOR

      Carsten Berger, Jahrgang 1974, stammt ursprünglich aus Schleswig-Holstein. Studium Germanistik an Humboldt- und Freier Universität Berlin. Lebt und arbeitet in Berlin.

      Kontakt: carsten.berger@ultima-arts.com

weltenmitwoertern

“Ich bin kein direkter Rüpel, aber die Brennnessel unter den Liebesblumen.“
Valentin, Karl

Leary starb am 31. Mai 1996 im Alter von 75 Jahren an Prostatakrebs. Am 21. April 1997 wurden sieben Gramm seiner Asche und Überreste von 24 anderen Personen einschließlich Gene Roddenberry (dem Schöpfer von Star Trek), Gerard Kitchen O’Neill (Weltraumphysiker) und Krafft Arnold Ehricke (Raketenentwickler) in den Weltraum geschossen.[2

Kirks Kuss mit seinem Kommunikationsoffizier Lieutenant Uhura 1968[9] war die erste schwarz-weiße „Lippenkollision“ im US-Fernsehen und damals ein Skandal – erst ein Jahr zuvor waren die immer noch bestehenden Eheverbote für schwarz-weiße Paare in den Südstaaten für verfassungswidrig erklärt worden. Einige Sender weigerten sich deshalb jahrelang, die betreffende Folge auszustrahlen.

Die Besetzung der Rolle mit der Afroamerikanerin Nichelle Nichols war 1966 noch eine gewagte Entscheidung. Die Fernsehstationen der südlichen US-Staaten drohten anfangs damit, die Serie deswegen nicht auszustrahlen. Nichelle Nichols wollte 1966 aus der Star-Trek-Serie aussteigen, doch Martin Luther King überredete sie, weiterzumachen. Er war überzeugt, dass ihre Fernsehpräsenz für das Selbstverständnis der schwarzen Amerikaner sehr wichtig sei. Nichelle Nichols hatte als Lieutenant Uhura den ersten Kuss zwischen einer Schwarzen und einem Weißen (Captain Kirk) im amerikanischen Fernsehen, was zur damaligen Zeit einen Skandal darstellte.

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