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Jaguarete

Der Jaguar (Panthera onca) ist die einzige auf dem amerikanischen Doppelkontinent vorkommende Art der Großkatzen (Pantherinae), der kleinere Puma wird den Kleinkatzen zugeordnet. Eine ältere Bezeichnung für den Jaguar ist Unze, Onze oder Onza.

Das Wort Jaguar als Bezeichnung für die Großkatze entstammt der Tupi-Sprache, einer zu den Tupí-Guaraní-Sprachen gehörenden indigenen Sprache Südamerikas. Der alte indianische Begriff yaguar hat in etwa die Bedeutung „der Räuber, der seine Beute mit einem einzigen Sprung erlegt“.[1] Im Guaraní heißt es jaguareté („echter Jaguar“), während das Wort jagua(rá), ursprünglich „fleischfressender Vierfüßler“, nunmehr speziell für den importierten Hund verwendet wird.

In seinen heute noch heimischen Gebieten hat der Jaguar verschiedene spanische und portugiesische[1] Namen: Jaguar, Yaguar, Yaguarete, Otorongo, Jaguarete, Tiger (el tigre) oder „amerikanischer Tiger“. Der portugiesische Name des Jaguars ist onça verdadeira und onça pintada. Schwarze Tiere werden als kuchí kudáu, ming chá oder yagueretehú bezeichnet.[2]

Der Verbreitungsschwerpunkt des Jaguars liegt heute im tropischen, amazonischen Regenwald. Er bevorzugt als Lebensraum dichte Vegetation und die Nähe von Flüssen und Seen. Außerdem gibt es Jaguare in ganz Süd- und Mittelamerika, von Mexiko bis nach Argentinien. Sie waren noch in historischer Zeit im Südwesten der USA verbreitet, nordwärts erreichte der Jaguar in historischer Zeit mindestens den Grand Canyon.[8]

Mit zunehmender menschlicher Besiedelung wurde der Jaguar in den USA immer weiter dezimiert, im Jahr 1963 wurde das letzte weibliche Exemplar auf US-Boden geschossen, zwei Jahre später schließlich das letzte männliche Tier. 1969 verbot der Bundesstaat Arizona die Jagd auf Jaguare.

1971 und 1986 tauchten wieder Exemplare in Arizona auf, wurden allerdings von Jägern oder Jagdhunden getötet. Seit dem Nachweis eines Jaguars im Südwesten der USA 1996 und weiteren Sichtungen in New Mexico und Arizona kann wieder von einer Jaguarpopulation in den USA gesprochen werden, die aber sicher aus sehr wenigen Exemplaren besteht.[9][10]

Jaguar

Da Jaguare, wie auch Tiger, sehr anpassungsfähig sind, kommen sie in verschiedensten Lebensräumen vor, die genügend Deckung, Beutetiere und Wasserzugang bieten. Zu den Lebensräumen zählen tropische Regenwälder, Trockenwälder, Savannen, Pampasgebiete, Buschland, Sumpfgebiete und auch Halbwüsten.[2] Allerdings bevorzugen Jaguare feuchte und ufernahe Lebensräume und sind dort häufig an Flussläufen anzutreffen. Dort finden sie nicht nur Beutetiere, sondern verbringen auch ihre Ruhezeit an Uferplätzen.[11]

Es gibt jedoch Berichte über Sichtungen, denen zufolge vereinzelte Jaguare in höheren Gebirgslagen, beispielsweise auf Costa Rica, in einer Höhe von bis zu 3800 m angetroffen wurden.[12] In den Anden kommen Jaguare ab einer Höhe von 2700 m hingegen nicht mehr vor.[13] Generell wird angenommen, dass sich Jaguare eher schlecht auf kältere klimatische Regionen einstellen können.[14]

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