Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

WEISSER SONNTAG

Schwarzweiß-Aufnahme: Bonhoeffer (Zweiter von rechts) und drei Mitinsassen laufen über den Gefängnishof in Berlin-Tegel. In der Mitte in Uniform: Oberfeldwebel Napp, der die Fotoaufnahme veranlasst hat.

Sein Name steht für Widerstand im Nationalsozialismus. Der Theologe Dietrich Bonhoeffer kämpfte gegen Hitler – allerdings ohne Waffen. Kontakte ins Ausland, besonders nach England, prägten seine Arbeit. Oft als “getarnter Kurier des Widerstands” bezeichnet, betonte er immer wieder die Verantwortung für seine Mitmenschen und die Wichtigkeit “wirklichkeitsgemäßen Handelns”, berichtet die Nichte Bonhoeffers Renate Bethge.

Bonhoeffer bei der Konferenz im Cambridge

Weißer Sonntag

Walter Huppenkothen, Sonderkommissar im Reichssicherheitshauptamt, fährt am 7. April 1945 samt Ehefrau, Koffern, Akten und Benzin von Sachsenhausen nach Bayern. Die Verkehrs- und Versorgungslage in Deutschland ist katastrophal in diesen Tagen und Benzin ein wertvolles Gut, das es nicht zu verschwenden gilt.

Schwarzweiß-Porträt von Dietrich Bonhoeffer mit Nickelbrille aus dem Jahr 1939.

“Dem Rad selbst in die Speichen fallen”

Dieser Auftrag genießt außerordentliche Wichtigkeit, kommt er doch von Adolf Hitler persönlich: Die Verschwörer sollen den Untergang des Dritten Reichs nicht überleben. Huppenkothen führt die Ermittlungen gegen die Verschwörer Hitlers, die an dem gescheiterten Bombenattentat am 20. Juli 1944 beteiligt waren.

Studienhaus der akademischen Verbindung „Igel” in Tübingen

Quellhinweise: ÖH

Kindheit und Jugend (1906–1923)

 
Büste von Dietrich Bonhoeffer, nach seinem Tod geschaffen von seiner Zwillingsschwester Sabine Leibholz

Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 in Breslau als das sechste von acht Kindern, kurz vor seiner Zwillingsschwester Sabine, geboren. Sein Vater war der Psychiater und Neurologe Karl Bonhoeffer. Seine Mutter Paula Bonhoeffer geborene von Hase, eine Enkelin des evangelischen Theologen Karl von Hase und des Kunstmalers Stanislaus von Kalckreuth, war Lehrerin. Bonhoeffer wuchs in einer großbürgerlichen Familie auf. Die Mutter unterrichtete die Kinder in den ersten Jahren zu Hause und sorgte für eine christliche Erziehung, während der Vater sich von Fragen der Religion fernhielt. Die Familie besuchte nur selten den Gottesdienst.

1912 zog die Familie nach Berlin, weil der Vater einen Ruf an die Friedrich-Wilhelms-Universität angenommen hatte. Nach Schilderungen seiner Zwillingsschwester begann sich Bonhoeffer gegen Ende des Ersten Weltkriegs mit Fragen über Tod und Ewigkeit auseinanderzusetzen, die sich ihm wegen des Soldatentodes seines zweitältesten Bruders Walter im April 1918 und der schweren Trauer seiner Mutter darüber aufdrängten.[2]

Als Schüler las Bonhoeffer Friedrich Schleiermachers Reden über die Religion, Friedrich Naumanns Briefe über Religion und befasste sich mit Kirchengeschichte. In der Prima wählte er Hebräisch als Wahlfach und gab evangelische Theologie als Berufswunsch an. Seine Familie war darüber erstaunt, unterstützte ihn aber in seinem Vorhaben. 1923 bestand er mit 17 Jahren am Berliner Grunewald-Gymnasium (heute Walther-Rathenau-Schule) das Abitur.

Studium und Ausbildung (1923–1930)

 
Bonhoeffer-Denkmal in Breslau

Bonhoeffer begann in Tübingen ein Theologiestudium, zusätzlich hörte er Vorlesungen in Philosophie. Er schloss sich der Akademischen Verbindung Igel Tübingen an.

Wikipedia

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