Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

Year of the Rat 2020

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STELL DIR VOR ES IST KRIEG UND KEINER GEHT HIN

“DAMIT ES KEINEN SOLCHEN TERROR MEHR GIBT”

 

“Ich meine,
ohne Luther hätten wir heute keinen solchen Papst,
ohne Karl Marx keinen solchen Kapitalismus
und ohne Baader, Meinhof, Raspe, Ensslin,
Becker, Mahler, Meins und Dutschke
keine solche Bundesrepublik.

Wer sind die deutschen Helden,
die diese Republik anno 1983 geschaffen haben?
Die Baader/Meinhof-Bande?

Hallstein, Seebohm, Schroeder, Heuss und Augstein?
Und Fritz Heine, Willy Brandt, Ollenhaer,
Wehner und Leo Bauer, Henry Nannen Bucersius?
Gustav Heinemann und Renner
(KPD, erster deutscher Bundestag)?

All diese Leute haben
an der Bundesrepublik gearbeitet,
aber geschaffen hat diese
anno-1983-Bundesrepublik das,
was wir in der Erinnerung
Baader/Meinhof nennen.
Das sind die Begründer
des neuen westdeutschen Patriotismus.
Niemand anders.

Wenn es ein wirkliches Bewußtsein
für diese Bundesrepublik gibt,
dann durch das,
was wir Baader/Meinhof nennen.

Die immer noch anwesende,
aber nicht mehr so motorische
Dialektik der Geschichte schreibt so:
Unter Adenauer und Willy Brandt
hätte ich immer noch geglaubt,
in Deutschland zu leben.

Erst als die Bundesrepublik
endgültig jemand abschaffen wollte
(Baader/Meinhof),
nahm ich die Bundesrepublik wahr.
Erst als jemand die BRD zerschlagen wollte,
begann ich mich für sie zu interessieren.
Erst als Buback, Ponto, Schleyer explodierten,
begann ich die Bundesrepublik
als meinen Staat zu betrachten,
in welchem sowas nicht vorzukommen hat.

An Luther und Marx können wir lernen,
daß sie Helden für was sind,
was sie nicht wollten.

Ich würde der notleidenden
bundesrepublikanischen Stahlindustrie empfehlen,
ein paar viele Denkmäler
in der Bundesrepublik
mit den westdeutschen Patrioten
Ensslin, Baader, Meinhof, Mahler, Dutschke aufzustellen;
von Menschen,
die durch ihren Lebenswandel
ein allgemeingültiges BRD-Bewußtsein schufen.

Titelbild ; Eulenbild gemalt von Eva Gruner (c) jnw

Wolfgang Neuss: Vom Sterbebammel

 

Weißt du,
warum wir Angst vorm Sterben haben?
Weil wir nicht wissen,
wie es geht.
Es gibt keine öffentliche Sterbestuben,
wo man Leute beim Sterben beobachten kann
(so wie man jederzeit Leute beim Gebären beobachten kann),
könnte man vielleicht von Sterbekultur sprechen –
es herrscht aber die pure Sterbebarberei,
und jedes Tier hat mehr Sterbepraxis als wir.
Und wahrscheinlich auch mehr Geburtskultur.

Wie sieht die bei uns aus?
Meine Frau kriegt’n Kind,
paar Glas Sekt und ewige Treue,
Anmeldung beim Standesamt,
Annoncen in der Zeitung …
aber Kultur,
daß da jemand angekommen ist,
der uns vielleicht 49 Tage vorher gerade verlassen hat?
Nix.
Über den Tod und das Sterben wird nix gewußt und nix erzählt.
Auch das Kind,
das geboren wird,
wird im Unklaren gelassen,
die ersten vier Jahre denkt es,
es kommt für immer und ewig.
Dabei müßte es doch selbstverständlich sein,
so wie die Frau jederzeit die Hebamme ruft,
wenn die Wehe kommt,
daß man genauso jederzeit seinen Sterbebammel rufen kann:
Kommen Sie her,
ich setz mich aufs Sofa,
und jetzt lassen Sie mich sterben.
Ja klar,
sagt der,
ich lasse Sie ja,
aber machen müssen Sie es alleine.
Ja, aber Sie sind doch Sterbebammel?

Ich bin doch kein Hackerthal,
sagt der,
krank sterben ist doch die alte Unsitte,
ich helfe Ihnen,
gesund zu sterben.
Das ist eine urige Angelegenheit,
wie die Geburt,
nur andersrum.
Ja, und dann sagt der Sterbebammel:
Lehn Dich zurück,
und erinnere dich,
wo du geboren bist,
erinnere dich,
und vergiß es sofort,
für immer.
Vergiß,
wo du zur Schule gegangen bist,
vergiß,
wo du essen und trinken gelernt hast,
vergiß, vergiß, vergiß.
Sterben heißt vergessen.
Aber Vergessen ist nicht leicht.
Wenn das Sterben von Menschen
nicht mehr für selbstverständlich gehalten wird,
dann wird es selbstverständlich.
Gäbe es so was wie Sterbekultur,
hätten wir Kirchen,
in denen das Vergessen geübt würde.
Du kommst aus der Kirche und weißt nicht mehr,
wie du heißt.
Du bist ein Zombie,
Gestorbener auf Urlaub,
und immer anwesend.

Von Sterbekultur kann erst die Rede sein,
wenn wir das Wort todessehnsüchtig
durch veränderungswillig ersetzen.
Menschen,
die Sterben lernen wie ein Handwerk
und die Geburt zu einem Super-Gottesdienst ausweiten,
brauchen keine Wasserwerfer,
um Leuten über die Brust zu fahren.
Auf der Erde herrscht ständiges Kommen und Gehen,
Werden und Vergehen,
und wir sind ganz besondere Pflanzen,
wir können,
kennen wir die Methode,
wie man im Stehen stirbt,
anwesend anwesend bleiben.
Am meisten lache ich im Moment über reiche Leute,
die eine Menge Geld angeschafft haben
und doch abnippeln.
Und beim Vergessen,
beim Sterben,
mitten im Bammel,
verschenken sie meistens noch alles
oder treten schnell wieder in die Kirche ein …
Die Sterbeindustrie allerdings
ist der größte Beschiß.
Was der Geist verlassen hat,
dürfte nichts mehr kosten.
Weil es den Tod eigentlich nicht gibt,
kosten Geburt und Sterben Geld,
als das Nichts hat.

 

Die Neutrale kommt aus einer anderen Ebene. Sie schwingt
mit einer anderen Frequenz als die dualen Teile. Um diese dritte Kraft wahr
zu nehmen, müssen wir die Energie aus beiden Polen herausnehmen. In den meisten Fällen bedeutet das, die Emotionen zu neutralisieren. Das heißt, die Energie ganz aus den Emotionen herauszunehmen. Je mehr wir nicht mehr mitspielen im dualen Feld, je weniger wir uns triggern lassen und je mehr wir uns im wahrsten Sinne des Wortes aus den spaltenden Parteien heraushalten, umso so stärker kann das wirken, was bisher keinen Raum hatte: die Energie aus dem Feld der Zeitlosigkeit.

LIGHT ON

Gedanken zum Jahresbeginn von 20*20

Gerade mal fünf Atemzüge ist dieses Neue Jahr nun alt. Nicht viel und doch genug, um wahrzunehmen, was es ist: anders alles Bisherige. Länger als sonst halte ich diesmal innerlich still. Schlafend, träumend, wachend im Feld zwischen den Jahren. Wer in den letzten Tagen etwas von mir wollte, musste sehr laut an die Türe klopfen. Ich war so sehr in mir und zugleich außerhalb von allem Bisherigen wie sonst nie.
Langsam tauchen wir nun wieder auf und gleiten in ein Kalenderjahr, das es so noch nicht gab. Meine Gabe ist die Erinnerung an das Wesen, wie ich – und wir alle – gemeint sind: groß im Denken, weit im Sein und überdimensional im Wirken. In diesem Sinne lasst uns den
großen Download beginnen. Willkommen in 20*20! weiterlesen

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