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Tasunke Witko (Crazy Horse): A Documentary Film

Told from the perspective of contemporary Lakota people, the film explores the life of Crazy Horse (Tasunke Witko). Viewers see the natural world of the Dakotas, Nebraska, Wyoming, and Montana that Crazy Horse knew. His spiritual nature is discussed, as are his unique qualities as a leader. The final portion of the film examines his role at the Battle of Little Bighorn, his resistance against reservation life, and his violent death at Fort Robinson in 1877. Lakota people share what Crazy Horse means in their world today. The film features original music created for this story. Sharing their insights are Lakota historians Jace DeCory, Donovin Sprague, Wilmer Mesteth and Whitney Recountre.

Crazy Horse (englisch für Besessenes oder Verrücktes Pferd, indianischer Name [Lakota] Tashunka Witko [Tȟašúŋke Witkó, wörtlich: Sein Pferd ist verrückt], Aussprache: tchaschunke witko; * um 1839; † 5. September 1877 in Fort Robinson, Nebraska) war ein Anführer der Oglala-Indianer, einer Abteilung der westlichen Sioux (Eigenbezeichnung Lakota).

Das genaue Geburtsdatum von Crazy Horse ist nicht bekannt. Der Häuptling He Dog, einer seiner engsten Freunde, sagte bei einem Interview am 7. Juli 1930: „Ich und Crazy Horse wurden im selben Jahr geboren und in derselben Jahreszeit … Ich bin jetzt 92 Jahre alt.“ Demnach wäre Crazy Horse um das Jahr 1838 geboren worden.

Encouraging Bear, spiritueller Berater von Crazy Horse, berichtete, dass Crazy Horse „in dem Jahr geboren wurde, in dem der Stamm, zu dem er gehörte, die Oglala, 100 Pferde gestohlen hat.“ Glaubt man den Winter-Zählungsbildern, den Winter counts, die von Cloud Shield und White Bull gefertigt worden sind, dann handelt es sich dabei um das Jahr 1840.

Auch sein Geburtsort ist nicht eindeutig bestimmbar. Ein Artikel in der New York Sun vom 14. September 1877 über den Tod von Crazy Horse benennt den South Cheyenne River als Geburtsort. Alle anderen Quellen nennen entweder den Rapid Creek, nahe der heutigen Stadt Rapid City, South Dakota, oder Bear Butte bei Sturgis, South Dakota, als Geburtsort.

Sein Vater (* 1810) hieß ebenfalls Crazy Horse, änderte aber den Namen in Worm, nachdem man begann, seinen Sohn Crazy Horse zu nennen. Seine Mutter Rattling Blanket Woman (* 1814) war eine Minneconjou-Lakota. Sie soll sich erhängt haben, nachdem Crazy Horses Bruder bei einem Überfall auf den Stamm der Absarokee getötet worden war. Sein Vater heiratete daraufhin zwei Schwestern des Brulé-Lakota-Häuptlings Spotted Tail. Aus dieser Heirat stammt Crazy Horses Halbbruder Little Hawk, der bei einem Gefecht am Platte River im Jahre 1871 getötet wurde.

Bevor Crazy Horse seinen Namen erhielt, wurde er Light Hair oder Curly Hair gerufen. Wie es bei den Lakota üblich war, wechselte der Name mit zunehmendem Alter. Als er etwa zehn Jahre alt war, änderte sein Vater den Namen in His Horse on Sight (anderen Übersetzungen zufolge auch: Horse stands in Sight, His Horse looking oder His Horse partly showing). Grund war, dass sein Sohn erfolgreich am Wildpferdefang in den Sandhills von Nebraska teilgenommen hatte. Als er 18 Jahre alt war, bekam er dann seinen endgültigen Namen Crazy Horse nach einem tapferen Kampf mit den Arapaho       ..weiterlesen

Die Bezeichnung PrärieIndianer (auch Plains-Indianer) wird vor allem für die Reiterkulturen nomadischer Bisonjäger verwendet, die in Tipis auf den westlichen (Kurzgras-)Prärien Nordamerikas (Great Plains) lebten. Zu ihnen zählten unter anderem die Lakota, Cheyenne, Absarokee, Kiowa, Comanche, Blackfoot und Teile der Apachen.

An den großen Prärieflüssen und auf der östlichen Langgrasprärie siedelten jedoch auch einige halbsesshafte Ethnien, die Feldbau betrieben, wie die Mandan, Hidatsa, Pawnee oder Arikaree.

Die Reiterkulturen haben ihre Entstehung der Einführung des Hauspferdes zu verdanken. Mitte des 16. Jahrhunderts brachten die spanischen Konquistadoren und einige wenige Siedler und Missionare das Pferd mit ins südliche Nordamerika. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden vorwiegend zugerittene Tiere der Spanier von den Indianern erbeutet. Im Südwesten blieb der Pferdediebstahl bis ins 19. Jahrhundert die wichtigste Bezugsquelle für die südlichen Prärie-Indianer. Vor allem aber entwichene Tiere – die an Hitze und Trockenheit gewöhnten Berberpferde, die sich seit der Revolte der Pueblo-Stämme 1680 verbreiteten – fanden in den Steppen ideale Lebensbedingungen und begründeten die verwilderte Rasse der Mustangs. Von Anfang an erkannten die Indianer der Ebenen den Nutzen des Pferdes als Reit- und Transporttier.

Etwa ab 1720 setzte mit der Ausbreitung der Mustangs – beginnend bei den Komantschen – ein erheblicher Kulturwandel bei den Präriebewohnern und die durch das Pferd ermöglichte Besiedlung der trockenen Kurzgrassteppen ein. Dieser Prozess erreichte schon 1730 den oberen Missouri und vor 1750 die kanadischen Steppen. Um 1800 gab es ca. zwei Millionen Wildpferde in den Prärien Nordamerikas. In jeder erdenklichen Weise versuchten sich diese Indianer in den Besitz von Pferden zu bringen, die ihnen eine erheblich vergrößerte Mobilität (mit Vorteilen bei der Nahrungsbeschaffung, dem Transport und auf Kriegszügen) verschaffte.[1] Entscheidend war die dadurch mögliche Anpassung an die saisonalen Wanderungen der Bisons: Das Pferd erlaubte anders als der Hund, der vorher als einziges Lasttier genutzt wurde, die rasche Verlegung von Siedlungen und auch die Besiedlung von Räumen, die abseits der großen Flüsse lagen, welche den Feldfrüchteanbau erlauben. Viele indianische Nationen verließen ihre Erdhäuser und lebten fortan in Zelten aus Büffelhaut in der offenen Prärie.[2] So entstand eine nomadische Lebensweise, die durch die Haltung von Pferdeherden bisweilen der Naturweidewirtschaft zugerechnet wird. Eine kontrollierte Pferdezucht hat sich jedoch nur ansatzweise entwickelt; in der Regel stammten die Pferde auf den nördlichen und mittleren Prärien vorwiegend aus Wildfang. Mit der Zeit spielte das Pferd – das häufig als „Heiliger Hund“ oder „großer Hund“ bezeichnet wurde – in der Kultur der Plains-Indianer eine immer größere Rolle: Als Geschenk, Bezahlung, Brautpreis, zur Wiedergutmachung von Streitigkeiten sowie als mythisches Objekt religiöser Verehrung.

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Titelbild: Mustangs in Utah

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