Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

Die Wiedervereinigung

Die Beothuk oder Pi’tow’ke („flussaufwärts“, aus dem Mi’kmaq: Pi’tow’ke waq na nin – „Wir kommen vom Land flussaufwärts“)[1] waren ein vermutlich Algonkin sprechendes indianisches Volk auf der Insel Neufundland vor der Ostküste Nordamerikas. Die letzten Beothuk lebten zu Beginn des 19. Jahrhunderts und sind möglicherweise nach Norden zu ihren indianischen Verbündeten in Labrador, den Montagnais, gezogen. Sie gelten seit 1829 als ausgestorben. 

Der Name Beothuk taucht vor dem Ende des 18. Jahrhunderts nicht auf, bis Wörter aus ihrer Sprache von gefangenen Indianern gesammelt wurden. Bis dahin und sogar noch nach dieser Zeit waren die Beothuk wegen ihres großzügigen Gebrauchs von rotem Ocker nur als Red Indians bekannt. Die Schreibweise war unterschiedlich und umfasste Bethuk, Beothuk, Beothuc, Beothuck, Beothick, Boeothuck, Boeothick, Boethick, Behathook und Beathook. Die heutige Schreibweise ist Beothuk oder Beothuck. Beothuk war ihr Eigenname; der Ethnologe Albert S. Gatschet vermutet Verbindungen mit dem Begriff Körper oder Bauch.

Durch das isolierte Wohngebiet der Beothuk unterschied sich ihre Sprache von ihren Nachbarn auf dem Festland. Eine entfernte Verwandtschaft könnte zum Algonkin-Dialekt der Naskapi und Montagnais in Québec und Labrador bestanden haben. Das Wissen über ihre Sprache basiert auf vier kurzen Wörtersammlungen, die von gefangenen Beothuk stammen. Sie umfassen insgesamt mehr als 400 lexikale Begriffe. Die Qualität und Anzahl der Aufzeichnungen lässt keine Schlüsse auf eine Standard-Orthographie für Beothuk-Wörter zu.

Obwohl die Beothuk einst das gesamte Neufundland bewohnt hatten und auch Verbindungen zu Labrador unterhielten, stammen die meisten Informationen von einer Gruppe, die sich während des 18. und frühen 19. Jahrhunderts am Exploits River aufhielt. Dieses Volk bewohnte während des Herbstes und frühen Winters das östliche Ende des Red Indian Lake und verteilte sich für den Rest des Jahres am nahegelegenen Ostufer des Sees. Vom See aus war es leicht möglich, auf verschiedenen Routen zur Ostküste und auch zur Süd- oder Westküste zu kommen.

Vor der Ankunft der Europäer waren die Beothuk die Herren ihrer Insel. Sie hatten eine besondere Abneigung gegen Eskimos, die sie als Vierpfoten (engl. Fourpaws) verspotteten, und es bestand eine traditionelle Feindschaft zwischen den Beothuk und den Labrador-Eskimos.

Die Beothuk fürchteten die Abenaki und Micmac aus dem Westen und die Montagnais aus dem Norden aufgrund ihrer kämpferischen Fähigkeiten. Gleichwohl pflegten sie freundschaftliche Beziehungen zu den Montagnais (allerdings nur zu ihnen), von denen sie Steinäxte und andere Werkzeuge übernahmen, und beide Gruppen besuchten sich gegenseitig. Man vermutet, dass die letzten überlebenden Beothuk sich den Montagnais in Labrador angeschlossen haben könnten.

Die Ankunft der Weißen störte das Gleichgewicht zwischen den Stämmen der Region empfindlich, als die Micmac mit Feuerwaffen ausgerüstet wurden. Die Beothuk vermieden den Kontakt zu den Weißen, deshalb blieben sie auch weitgehend von europäischen Krankheiten verschont, von denen die meisten anderen Stämme in regelmäßigen Abständen heimgesucht wurden. Im späten 17. Jahrhundert kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Die Franzosen setzten Prämien für die Köpfe von Beothuk aus, weil sie über deren Diebstähle erbost waren. In der Nähe der St. George’s Bay entdeckten die Beothuk eine Gruppe von Micmac im Besitz derartiger Beothuk-Köpfe und brachten sie um. Den nachfolgenden Krieg zwischen beiden Stämmen konnten die Micmac aufgrund ihrer Feuerwaffen siegreich beenden und zwangen die Beothuk, sich in das Innere der Insel zurückzuziehen. Am Ende des 18. Jahrhunderts fand man die Beothuk nur noch im südlichen und westlichen Teil der Insel. Auch das Landesinnere bot keine Sicherheit mehr, weil Expeditionen der Europäer sie am Red Indian Lake aufspürten. Danach verliert sich die Spur der letzten Beothuk, die vermutlich die Insel verließen und zu den Montagnais zogen.

Wappen von Neufundland und Labrador

Die Biberkriege, auch Franzosen- und Irokesenkriege genannt, waren eine ununterbrochene Folge von Konflikten, die zwischen 1640 und 1701 im östlichen Nordamerika zwischen der Konföderation der Irokesen und ihren mit Frankreich verbündeten Nachbarstämmen ausgetragen wurden. Die Irokesen versuchten ihr Territorium auf das Gebiet der benachbarten Stämme, hauptsächlich Algonkin, auszudehnen, um so als Mittler im Fellhandel zwischen den Franzosen und den westlichen Stämmen auftreten zu können.

Die Kriege waren auf beiden Seiten von extremer Brutalität geprägt und werden als eine der blutigsten Auseinandersetzungen in der Geschichte Nordamerikas betrachtet. Die Expansion der Irokesen unter der Führung des Mohawk-Stammes und die Vertreibung der unterlegenen Stämme veränderte die Stammesgeographie im gesamten Nordamerika.

Die Auseinandersetzungen begannen ca. 1640 und endeten 1701 mit dem Großen Frieden von Montreal. Unter vielen anderen waren die Stämme der Shawnee, Delaware und Dakota betroffen. Nach dem Verlust ihrer niederländischen Handelspartner verebbte die Expansionslust der Irokesen.

Rohrkolben (Typha)

Der Große Friede von Montreal ist ein 1701 geschlossener Friedensvertrag zwischen der Regierung der französischen Kolonien Nordamerikas (Neufrankreich) und den 40 dort siedelnden Indianervölkern (First Nations). Unterzeichnet wurde er am 4. August 1701 vom Gouverneur der Provinzen Louis-Hector de Callière und 1300 Abgeordneten der 40 eingeborenen Völker.

Nach der Gründung Québecs durch Samuel de Champlain (1608) und dem Abflauen restlicher Kämpfe befand sich das heutige Grenzgebiet im Osten Kanadas und der USA einige Jahrzehnte im Frieden. Nach anfänglichen Kämpfen war es den Franzosen gelungen, im Interesse des Pelzhandels mit einigen indigenen Völkern zu friedlichen Vereinbarungen zu kommen. Durch die kluge Diplomatie und Sprachkenntnis des Pelzhändlers Nicolas Perrot konnten sich die französischen Kolonisten 1684 mit den Huronen und Algonquin gegen die Expansionstendenzen der Irokesen verbünden.[1]

Doch kam es um 1680 erneut zu langandauernden Kämpfen, als die Irokesen von den Niederlanden unterstützt wurden. Nach Eingreifen französischer Verbände wurden die Irokesen zurückgedrängt, die jedoch 1689 bei Lachine ein Gemetzel unter ihren Gegnern anrichteten. Im selben Jahr brach in Europa der 9-jährige pfälzischer Erbfolgekrieg aus, in dem Frankreich der Wiener Großen Allianz des Reichs mit England, Holland, Spanien und Savoyen gegenüberstand. Bald griff dieser Krieg auch auf Nordamerika über, wo sich englische und französische Kolonisten in einem Nebenschauplatz des King William’s War Grenzgefechte lieferten.

Der Plan der Franzosen, New York zu erobern, wurde bald abgeblasen und stattdessen einige Siedlungen in Neuengland überfallen. Auf der anderen Seite scheiterten 1690 die englischen Versuche, Québec zu erobern. In Indien nahmen die Niederländer 1693 den Franzosen Pondicherry ab, während diese 1696/97 in Kolumbien Cartagena überfielen und 1697 in Europa die katalanische Hauptstadt Barcelona einnahmen. Diese Erfolge trugen dazu bei, dass immerhin Spanien friedensbereit wurde. Im Herbst 1697 wurde der europäische Krieg mit dem Frieden von Ryswick beendet, als dessen Folge Ludwig XIV. Wilhelm III. als König von England anerkannte.[2]

In Nordamerika blieb der Konflikt der beiden Mächte hingegen offen, unter anderem weil das Siedlungsgebiet der Irokesen sowohl von England als auch Frankreich beansprucht wurde. Letzteres kämpfte mit seinen Alliierten vor allem im Bereich der Großen Seen.

England konnte die Irokesen wegen des gleichzeitigen Seekriegs nicht ausreichend unterstützten, und diese litten zusätzlich unter von Europa eingeschleppten Krankheiten. Ab 1698 veranlasste sie auch der Niedergang des Pelzhandels zu regionalen Friedensbemühungen, die aber von England verhindert wurden. Erst nach einem erfolgreichen Feldzug in ihr Kernland kam es im März 1700 im Stammesgebiet der Onondaga zu echten Verhandlungen. Im September schloss man in Montreal einen vorläufigen Friedensvertrag mit den Five Nations der Irokesen und deren 13 Abgesandten.

Eine größere Konferenz wurde für Sommer 1701 vereinbart, zu der nun Vertreter aller Völkerschaften im Gebiet der Großen Seen eingeladen wurden. Auf Seiten Frankreichs nahmen neben Diplomaten und Militärs auch Missionare teil, die bei den Indianern hoch angesehen waren und schon seit Nicolas Perrot viel zu Friedensbemühungen beigetragen hatten.

Die ersten Delegationen der Stämme trafen – nach teilweise langer Anreise – schon Anfang Juli 1701 in Montreal ein. Doch zogen sich die Verhandlungen einen Monat hin, weil jede Seite das Maximum herausholen wollte.

Die Unterzeichnung des Friedensvertrags erfolgte auf einem weiten, festlich geschmückten Feld außerhalb der Stadt. Unter das Vertragsdokument wurden die Stammeszeichen jeder Delegation gesetzt, die großteils Tiere darstellten (Bild siehe oben). Danach priesen die Häuptlinge die Vereinbarung und ließen die Friedenspfeife reihum gehen. Ein großes Bankett beschloss die Zeremonie.

Der Friede von Montreal wird im englischen Sprachraum auch als Grand Settlement of 1701 bezeichnet, was allerdings mit dem Act of Settlement 1701 verwechselt werden kann.

Der Friedensvertrag zeichnete sich durch drei Besonderheiten aus: die große Zahl der Vertragspartner, die traditionelle indianische Verhandlungsmethode und die Schiedsrichterrolle der Franzosen bei allfälligen Streitigkeiten einzelner Stämme. Überdies garantierten die Irokesen ihre Neutralität im Fall von Konflikten zwischen den englischen und französischen Kolonien.

Nach dem Friedensschluss konnten der Handel und die geografischen Expeditionen wieder aufgenommen werden. Die Priester und Missionare der Jesuiten setzten ihre unterbrochene Tätigkeit im Norden fort. Antoine Laumet, Sieur de Cadillac begann seine Entdeckungsreise um die Großen Seen und gründete die Stadt Detroit.

Der Große Friede erwies sich im Wesentlichen als haltbar und das Vertragswerk wird von den Indianern bis heute anerkannt, weil es in geduldigen Verhandlungen unter gegenseitigem Respekt entstand. Der US-Historiker Francis Parkman (1823–1893) meinte dazu:
“Spanish civilization crushed the Indian; English civilization scorned and neglected him; French civilization embraced and cherished him.”[3]

Zum 300. Jahrestag des Friedensschlusses wurde ein großer Platz in Old Montreal in Place de la Grande-Paix-de-Montréal umbenannt. In Québec tragen einige Örtlichkeiten den Namen von Kondiaronk, Häuptling der Huronen und Petun, einem der Architekten des Vertragswerks. Im Mont Royal Park wurde das Kondiaronk-Belvedere errichtet, das einen schönen Blick auf Montreal bietet.

Die Archives nationales d’outre-mer, eine Behörde der Republik Frankreich in Aix-en-Provence, stellen online ein Dossier La grande paix de 1701 zur Verfügung, das auf ihren reichhaltigen Archivalien zum Thema beruht, u. a. den oben abgebildeten Original-Urkunden als Kopie, wenige Tage nach Vertragsschluss angefertigt.[4]

4. August 1701

Kin 173 – Roter Selbstbestehender Himmelswanderer (Ton-4 in der Welle-14 Oc im gelben Schloß-4)

KIN 173, der Rote Selbstbestehende Himmelsw.,

zeigt die Formwege der niederen operativen Körper: die Möglichkeiten in Raum und Zeit. BEN, der Rote Himmelswanderer, mit Ton VIER, weist den Weg. Befreit von den Kausalzwängen karmischer Vergangenheit ist die ganze Erde Deine Bühne. Unbegrenzte Möglichkeiten wollen der Neugier Deiner Schöpferkraft in Dir den Rahmen schenken. Die Gitterstäbe der Gefangenschaft öffnen sich dem Wesen, das in seiner wertfreien Mitte sein kann. Freiheit ist das Thema, das hier spielt. Zwänge behindern das Lernen, individuell wie kollektiv.

Die große Welt mit ihren unbegrenzten Möglichkeiten ist grundsätzlich das Potential jedes hier Eintretenden, sie ist auch das Angebot für Dich. Als in der Welle von OC Inkarnierter ist dies besonders gegeben. Erkenne in der großen Welt Deine Heimat, Deinen Platz und Deine Möglichkeiten. Es ist Deine Spielwiese in der Erforschung und in der Erfahrung mit der dichten Materie. Der Widerspruch, der Dir des öfteren zu schaffen macht, zwischen Deinen lichtvollen Visionen und der Welt, die Dich umgibt, ist Teil Deiner Reise. Bringe den Mut auf, an einer neuen Wirklichkeit mitzuwirken.

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