Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

WIR KELLERKINDER 1960

Vor dem Film war das Hörspiel.

Wir Kellerkinder 1960 (mit Wolfgang Neuss, Jo Herbst, Wolfgang Gruner, Karin Baal, Ingrid van Bergen, Achim Strietzel, Rolf Ulrich, Willi Rose, Hilde.

“DER Glasnost-Film” (Wolfgang Neuss)

IDEAL…

Stolz waren sie, aus der Szene-Stadt in Deutschland zu kommen, in der die Uhren ganz anders tickten als im konservativen Westen der Republik. Diese etwas arrogante Haltung harmonierte jedoch absolut perfekt mit dem minimalistischen und kantigen Sound, den sich Ideal gaben. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ging sogar so weit, die Kühle und Distanz der Gruppe so zu interpretieren, dass sie zum Urteil kam, dass Ideal “auch als Tanzband beim Untergang der Titanic spielen können”.

Die Figuren, die sich da zu einer Band formieren, sind alle gestandene Musiker, die sich in diversen Bands ihr Geld verdienen. Annette Humpe studiert, bevor sie nach Berlin zieht, in Köln an der Musikhochschule, und trifft bei den X-Pectors Eff Jott. Im Stadtteil Wilmersdorf werden im Studio mit Hilfe von Fördergeldern des Senats die ersten Songs eingespielt und von da an geht die Post ab. Als sie am Reichstag vor den Bombast-rockern von Barclay James Harvest spielen, ist das schon fast eine kleine Sensation und bringt ihnen Berichterstattungen in Tagesschau und Heute ein. Klar, dass bei solch begeisterten Reaktionen das Echo nicht ausbleibt. Rosa von Praunheim möchte, dass Ideal für den Film “Rote Liebe” die Musik schreiben, und der erhoffte Plattenvertrag wird an Land gezogen. Kurz darauf erscheint das selbstbetitelte Debüt, das in einer Liste des Stern der meistverkauften Alben der Achtziger immerhin auf Rang sechs gelistet wird.

Im Hinduismus ist die Swastika das wichtigste Symbol nach dem Om. Nach der Lehre (Dharma) der Veden wird die Figur als abstraktes Abbild von vier Radspeichen, deren Haken Rotation nahelegen, oder von zwei quer übereinander gelegten Stöcken zum zeremoniellen Feueranzünden (Yajna) aufgefasst. Oft ist sie mit vier Punkten, je einem in jedem Winkel, verbunden. Sie symbolisiert den ewigen Kreislauf von Geburt und Tod (Samsara) und gilt als Zeichen der Reinkarnation. Sie wird darum zu Beginn fast aller religiösen Feiern verwendet.[110] Sie symbolisiert allgemein die Kraft und rotierende Vorwärtsbewegung der Sonne und bedeutet Freude, Licht und Leben. Sie markiert in den Veden den Sonnengott Surya, in den Puranas das Chakra des Gottes Vishnu und einen der acht Yoga-Sitze. Sie wird auch als Zeichen des Gottes Ganesha verehrt. Die rechtsgewinkelte Form gilt als glückverheißend und wird bei Hochzeiten, Festen für die Glücksgöttin Lakshmi und anderen Freudenfesten verwendet.[111] Die seltenere linksgewinkelte Form heißt auf Sanskrit Sauvastika, wird dem weiblichen Aspekt der Gottheit zugeordnet und dreht sich nach indischer Auffassung gegen den Uhrzeigersinn.[112] Manchmal wird dieser Form negative Wirkung zugeschrieben: Sie sei Symbol der Göttin Kali und stehe für Sonnenuntergang, Niedergang des Lebens, Nacht, Unheil und Tod.[113]

Die Swastika, eines der meistverwendeten Symbole des Jainismus
Symbol des Jainismus als Skulptur bei Udayagiri und Khandagiri

Jainismus

Im Jainismus, der sich auf Mahavira (5. Jahrhundert v. Chr.) zurückführt, spielt die Swastika eine zentrale Rolle. Sie repräsentiert wie im Hinduismus Samsara, hier zudem die vier Stufen der Existenz: Götter, Menschen, Tiere und Unterwelt.[114] Sie ist das Symbol des siebten von 24 „Furtbereitern“ (Tirthankara).[115] Die vier Arme stehen auch für die vier Gruppen der Jains (Mönche, Nonnen, männliche und weibliche Laien) und die vier unendlichen Merkmale der Seele (Wissen, Wahrnehmung, Glück, Energie). Das seit 1974 von allen Jains akzeptierte Symbol des Jainismus fasst dessen Lehren zusammen.[116]

Buddhismus

Schon die vorbuddhistische Bön-Religion kannte die Swastika. Der Berg Kailash, dessen Umrundung man erlösende Kraft zusprach, hieß dort auch „Swastika-Berg“.[117] In der Mongolei erscheint die linksgewinkelte Form als Gravur in Felszeichnungen und Hirschsteinen seit 200 v. Chr. oft.[118]

Im Buddhismus in Tibet symbolisiert die linksgewinkelte Swastika Festigkeit, Ausdauer und Beständigkeit.[119] In China heißt sie wan und gilt als Anhäufung von Glückszeichen mit zehntausend Wirkungen. In der chinesischen Ikonographie symbolisiert sie Fülle, Überfluss, Wohlstand und langes Leben. Als chinesisches Schriftzeichen steht sie (chinesisch 卍, 卐, Pinyin wàn) für die Myriade (10.000) bzw. die Unendlichkeit. Sie wird oft mit dem Zeichen fu für Fledermaus kombiniert und bedeutet dann „zehntausendfaches Glück“.[120] Kaiserin Wu Zetian (625–705) erklärte eine Swastika in einem Kreis zum Zeichen für „Sonne“.[121]

Im Buddhismus in China symbolisiert sie das Siegel des Herzens Buddhas oder die Buddha-Natur. Sie erscheint in der Song-Dynastie (960–1276) auch auf Brust, Handteller oder Fersen von Buddha-Statuen, nicht wie in Indien nur auf der Stirn. Vermutet wird dabei ein Einfluss des Nestorianismus in China, dessen Anhänger christliche Kreuze auf Stirn und Brust trugen. In nestorianischen Kunstwerken symbolisiert die Swastika die sich drehende Sonne, das Feuer oder das Licht.[122] Eine Swastika verziert die Dachgiebel vieler historischer Gebäude, besonders buddhistische Tempel. Auf Landkarten zeigt sie deren Lage.

Sayagata-Stoffmuster

In Japan ist die linksgewinkelte Swastika auf Brust, Füßen oder Händen von Buddhastatuen und an Buddhatempeln oft zu sehen. Auf Landkarten und Stadtplänen markiert sie deren Standort.[123] Sie wird als Weitergabe der Buddha-Natur gedeutet. Das japanische Schriftzeichen für sie heißt manji (jap. , ursprünglich 卍字 oder 万字, dt. ‚10.000er-Zeichen‘). Es wird meist nach links gewinkelt dargestellt. Die nach rechts gewinkelte Form heißt gyaku manji (逆卍, ‚umgedrehtes Manji‘) oder migi manji (右卍, ‚Rechts-Manji‘). Solche Zeichen werden auch für regelmäßige Muster verwendet, die manjimon (万字文). Darunter sind das manjitsunagi (万字繋), das mehrere Swastiken gleicher Richtung waagerecht oder gekippt miteinander verbindet,[124] oder das sayagata (紗綾形) auf Stoffen aus der Edo-Zeit: Es verbindet die Enden von linken und rechten Swastiken mit Linien.[125]

In allen vom Theravada-Buddhismus geprägten asiatischen Staaten (Burma, Kambodscha, Laos, Sri Lanka, Thailand) markiert die Swastika Buddhas „Fußspuren“.[114] In manchen dieser Staaten ist eine linksgerichtete Swastika auf Verpackungen aufgedruckt, um die streng vegetarische Herstellung der Lebensmittel darin anzuzeigen.[126]

Andere

Das Symbol der Falun Gong aus China wird srivatsa genannt und zeigt eine linksgerichtete goldene Swastika, umgeben von je vier weiteren Swastiken und Symbolen des Yin und Yang in einem kreisförmigen Ring. Die Vertreter betonen seine positive Bedeutung in Übereinstimmung mit indischer und chinesischer Tradition und grenzen es vom nationalsozialistischen Hakenkreuz ab.[127]

Vertreter der synkretistischen Religion Daoyuan (gegründet 1921) gründeten 1922 die Gesellschaft Rote Swastika, um den Weltfrieden zu fördern und akute Katastrophenhilfe zu leisten. Sie wuchs bis 1937 zu einer mit dem Roten Kreuz vergleichbaren internationalen Hilfsorganisation, die besonders nach dem Massaker von Nanjing half.[128]

Die synkretistische Religion der Cao Dai in Vietnam (gegründet 1926) übernimmt Symbole mehrerer Religionen, darunter eine buddhistische linksgerichtete Swastika.[129]

Der 1973 gegründete Raelismus verwendet das Symbol einer Swastika in einem Davidstern. Der Gründer Claude Vorilhon will es auf einem UFO von Außerirdischen gesehen haben. Seine Anhänger tragen es als Medaillon. Nach Protesten von Juden änderte Vorilhon das Symbol zur Form einer Blüte ab.[130] Gleichwohl treten die Raelianer für eine weltweite Akzeptanz der Swastika ein, die sie als Zeichen einer von Außerirdischen gestifteten humanen Intelligenz deuten. Jedoch führten Demonstrationen mit Swastikafahnen in einigen Fällen zu Festnahmen. Darum erklärte der Gründer 2009 den 23. Juni zum jährlichen „Swastika-Rehabilitations-Tag“.[131]

Hasekura Tsunenaga (jap. 支倉 常長; * 1571; † 1622) war ein Samurai und Gefolgsmann von Date Masamune, dem Daimyō von Sendai. Er führte zwischen 1613 und 1620 eine Gesandtschaft nach Mexiko und dann nach Europa. Danach kehrte er nach Japan zurück. Hasekura war der erste offizielle Gesandte Japans in Amerika, und es war das erste Mal, dass zwischen Frankreich und Japan Beziehungen entstanden.

Vom Leben Hasekura Tsunenagas ist sonst wenig bekannt, außer dass sein Rufname Rokuemon (六右衛門) war und er ein Veteran der japanischen Invasionen in Korea unter Toyotomi Hideyoshi in den Jahren 1592 und 1597 war.

Die Spanier begannen nach den Reisen des Andrés de Urdaneta im 16. Jahrhundert über ihre Basis auf den Philippinen mit transpazifischen Reisen zwischen Mexiko („Neu-Spanien“) und China. Manila wurde 1571 endgültig zu ihrer Basis in Asien.

Spanische Schiffe erlitten regelmäßig wegen schlechten Wetters an den Küsten Japans Schiffbruch, wodurch erste Kontakte zu diesem Land entstanden. Die Spanier wollten das Christentum in Japan verbreiten und ihren wirtschaftlichen Einfluss erweitern. Anstrengungen der Spanier, ihren Einfluss in Japan auszubauen, trafen auf den entschiedenen Widerstand der Jesuiten, die hier bereits seit 1549 missionierten, wie auch der Portugiesen und der Holländer, die beide keine Beteiligung Spaniens am Japanhandel wünschten.

1609 kam die spanische Galeone San Francisco auf ihrem Weg von Manila nach Acapulco in schlechtes Wetter und sank vor der Küste der Präfektur Chiba nahe Tokio. Die Seeleute wurden gerettet und freundlich behandelt, der Kapitän Rodrigo de Vivero traf sich sogar mit Shogun Tokugawa Ieyasu. Am 29. November 1609 wurde ein Vertrag unterzeichnet, nach dem die Spanier eine Faktorei in Ostjapan errichten durften, Bergbauspezialisten aus Mexiko nach Japan kommen sollten und es spanischen Schiffen erlaubt sein sollte, Japan bei Notwendigkeit zu besuchen. Eine japanische Gesandtschaft sollte an den spanischen Hof geschickt werden.

Das Gesandtschaftsprojekt

Der Franziskaner Luis Sotelo, der in der Gegend von Edo (Tokio) missionierte, überzeugte den Shogun, ihn als Botschafter nach Neu-Spanien (Mexiko) zu schicken. 1610 segelte er mit den zurückkehrenden spanischen Seeleuten und 22 Japanern an Bord des japanischen Kriegsschiffes San Buena Ventura, das von dem englischen Abenteurer William Adams für den Shogun gebaut worden war, ab. In Nueva España traf sich Luis Sotelo mit dem Vizekönig Luis de Velazco, der zustimmte, einen Botschafter nach Japan zu schicken. Für diese Aufgabe wurde der berühmte Entdecker Sebastián Vizcaíno ausgewählt. Er bekam zusätzlich die Aufgabe, die „Gold- und Silberinseln“ zu erforschen, die man östlich von Japan glaubte.

Vizcaino traf 1611 in Japan ein und hatte viele Treffen mit dem Shogun und anderen Feudalherren. Diese Treffen wurden durch seinen geringen Respekt für die japanischen Sitten, den wachsenden Widerstand der Japaner gegen die katholische Missionierung und die Intrigen der Holländer gegen die spanischen Bestrebungen überschattet. Vizcaino verließ Japan schließlich auf der Suche nach der „Silberinsel“, erlitt aber durch schlechtes Wetter schwere Schäden und wurde zur Rückkehr nach Japan gezwungen.

Nach der Fertigstellung lief das Schiff am 28. Oktober 1613 nach Acapulco in Mexiko aus. Es waren rund 180 Personen an Bord, darunter 10 Samurai des Shogun (ausgewählt vom Marineminister Mukai Shogen Tadakatsu), 12 Samurai aus Sendai, 120 japanische Händler, Seeleute und Diener sowie etwa 40 Spanier und Portugiesen. Das Schiff kam nach etwa dreimonatiger Reise am 25. Januar 1614 in Acapulco an und die Gesandtschaft wurde mit großem Zeremoniell empfangen. Das Ziel der Mission war jedoch, nach Europa weiterzureisen. Die Gesandtschaft verbrachte einige Zeit in Mexiko und fuhr dann an Bord der Flotte von Don Antonio Oquendo nach Veracruz. Die Flotte lief dann am 10. Juni nach Europa aus. Hasekura musste den größten Teil seiner japanischen Begleiter zurücklassen, die in Acapulco auf seine Rückkehr warten sollten.

Hasekura im Gebet, nach seiner Konversion in Madrid 1615

Die Flotte traf am 5. Oktober 1614 in Sanlúcar de Barrameda ein.

„Die Flotte kam, nach der Überwindung einiger Gefahren und Stürme, schließlich sicher am 5. Oktober im Hafen von Sanlúcar de Barrameda an, wo der Herzog von Medina-Sidonia die Ankunft erwartete. Er sandte ihnen Kutschen entgegen, um sie zu ehren, empfing sie und hatte diesen heidnischen Männern eine prachtvolle Unterkunft vorbereitet.“[2].

„Der japanische Botschafter Hasekura Rokuemon, entsandt von Joate Masamune, dem König von Boju, zog in Sevilla am 23. Oktober 1614 ein. Er wurde von 30 Japanern mit Schwertern begleitet, ihrem Hauptmann der Wache und zwölf Bogenschützen und Hellebardieren mit farbigen Lanzen und Zeremonienschwertern. Der Hauptmann der Wache war Christ und wurde Don Thomas genannt, er war der Sohn eines der japanischen Märtyrer.“[3]

Die japanische Gesandtschaft traf sich am 30. Januar mit König Philipp III. in Madrid. Hasekura übergab dem König einen Brief von Date Masamune sowie ein Vertragsangebot. Der König antwortete, dass er tun wolle, was er könne, um diese Bitten zu erfüllen. Hasekura wurde am 17. Februar vom Hofgeistlichen getauft und erhielt den Taufnamen Felipe Francisco.

  Hasekuras Wappen (Links: aus seiner Einbürgungsurkunde als römischer Bürger. Mitte: aus Scipione Amatis Geschichte des Königreiches von Voxu. Rechts: Flagge der Replik seines Schiffes im Museum von Sendai)

Seit etwa 1890 verwendeten manche Militärverbände, Orden und Staaten die Swastika als Symbol nationaler und antimonarchistischer Unabhängigkeitsbestrebungen, seit 1918 auch im Rahmen faschistischer Strömungen.[2]

Die durch die Februarrevolution 1917 in Russland zur Macht gelangte provisorische Regierung unter Alexander Fjodorowitsch Kerenski druckte eine Swastika als Unabhängigkeitszeichen auf ihre Banknoten.[159] In der Republik Polen benutzten die Podhale-Schützen einiger Gebirgstruppen von 1918 bis 1939 Abzeichen mit einer Swastika. Die unabhängige Republik Lettland verlieh von 1920 bis 1928 als höchste nationale Auszeichnung den Bärentöterorden, eine rechtsgewinkelte Swastika. Diese kam schon seit der Römerzeit in der lettischen Ornamentik und Folklore vor und wird dort als Feuerkreuz gedeutet.[160] Ein senkrechtes blaues Hakenkreuz war von 1918 bis 1945 Hoheitszeichen der Luftstreitkräfte Finnlands. Den Anlass dazu gab der schwedische Entdecker Eric von Rosen, der den Finnen 1918 ein mit einer blauen Swastika verziertes Flugzeug schenkte.[161] Die Ordenskette (Collane) der Finnischen Weißen Rose enthielt von 1919 bis 1963 neun Swastiken, die den Unabhängigkeitskampf gegen Russland symbolisieren sollten.[162]

Der Finnische Orden des Freiheitskreuzes enthält die Swastika weiterhin, ebenso die Flagge des finnischen Staatspräsidenten.

Vorschaubild der Version vom 29. März 2009, 20:49 Uhr

Von 1925 bis 2010 führte die autonome Republik Guna Yala in Panama eine Nationalflagge mit einem nach links gewinkelten Hakenkreuz in der Mitte. Als Urheber wird der US-Amerikaner Richard Marsh vermutet, der von europäischer völkischer und rassistischer Literatur beeinflusst war und Panama einem Marionettenregime der USA unterwerfen wollte.[163] Andere deuten diese Swastika als Symbol für den Oktopus, der in der Mythologie der Kuna die Welt erschuf.[164]

Seit etwa 1880 fanden Esoterik, Spiritualismus und Okkultismus in Europa und den USA Zulauf. Diese Strömungen überlappten sich in Deutschland und Österreich mit der Völkischen Bewegung. Sie werden als Reaktion auf Industrialisierung, Verstädterung und Kapitalismus gedeutet.

Seit etwa 1900 wurde die Swastika als Glückszeichen weltweit beliebt. Architekten nahmen sie in die Gebäudegestaltung auf, zum Beispiel für den Laguna-Damm in Arizona,[135] einen Bahnhof in Buenos Aires,[136] ein Einkaufszentrum in Sydney,[137] die University of Chicago[138] und das Brooklyn Museum.[139]

Manche Unternehmen benutzten sie als Markenzeichen, so die Bahngesellschaft St. Louis, Rocky Mountain and Pacific Railroad Company (USA), die New Mexico Coal Company, die Fred Harvey Company für Juwelenschmuck,[73] die dänische Brauerei Carlsberg ab 1882, die schwedische Firma ASEA, die norwegische Per Kure Norsk Motor- og Dynamofabrik, die isländische Dampfschiffahrtsgesellschaft Eimskip. Andere benutzten sie zur Werbung oder für ihr Produktdesign. Die Pacific Coast Biscuit Company warb 1916 für ihre Matzen mit der Swastika. Die Coca-Cola-Company warb 1925 mit einem Schlüsselanhänger in Hakenkreuzform.[140] Sie bot 2003 in Hongkong die Plastikfigur Robowaru an, die zwei Swastiken auf der Brust trug. Nach Kritik jüdischer Verbände zog sie die Figur zurück.[141] Die Buell Manufacturing Company stellte eine Decke namens „Moki“ mit vier Swastiken an den Ecken her, die laut Katalog „ein großes Lager mit vielen Zelten, Wasser und viel Glück“ darstellen sollte. Sie folgte damit indianischen Vorbildern.[73]

Der Schriftsteller Rudyard Kipling ließ die Swastika in frühen Ausgaben seiner Werke als Schmuckzeichen abdrucken.[142] Er verzichtete jedoch darauf seit der nationalsozialistischen Verwendung des Symbols.[143] Ab 1920 gab auch die Firma Carlsberg die Swastika als Firmenlogo auf[144] und vermied ab 1933 Swastikamotive in ihrer Werbung.[145]

Um 1900 wurden in Eureka Springs (Arkansas) im Rahmen einer damaligen Souvenirsammelmode einige silberne Teelöffel mit Swastiken am Stiel hergestellt. Sie hatten keinen Bezug zum NS-Hakenkreuz. Erst nach 1945 zog Gerald L. K. Smith, der 1944 die rechtsnationale antisemitische America First Party gegründet hatte, in jenen Ort.[146]

Von 1905 bis 1916 spielte in Nova Scotia (Kanada) ein Eishockeyteam unter dem Namen Windsor Swastikas. Die 1912 gegründete Wäscherei Swastika Laundry in Dublin hatte die Swastika auf ihre Fahrzeuge lackiert. Um sie vom NS-Hakenkreuz zu unterscheiden, setzte sie 1939 das Gründungsdatum dazu. Heinrich Böll beschrieb 1957 einen Beinahezusammenstoß mit einem so lackierten Lieferwagen.[147] Von 1913 bis 1916 gab ein „Girl’s Club“ in den USA die Zeitschrift The Swastika heraus, die sich mit Alltagsthemen für Frauen befasste. Pokerchips waren mit Swastiken bedruckt. Ein Kinderbuch über einen kleinen Affen stellte die Swastika als seinen Talisman vor. Ein klassisches Musikerensemble nannte sich Swastika-Quartett. 1929 gab es in Raton (New Mexico) ein Swastika-Hotel.[148] Die University of New Mexico gab bis 1939 ein Jahrbuch mit dem Titel The Swastika heraus.[73]

Im Ersten Weltkrieg gab das British National War Savings Committee als Gegenwert für private Kriegsanleihen eine Medaille und Briefmarken mit dem Swastika-Emblem heraus.[149] Eine US-Firma gab 1917 Münzen heraus, von denen manche die Swastika über dem Weißkopfadler (dem Nationalsymbol der USA) und die Aufschrift „Good luck“ trugen.[150] Manche Piloten ließen ihre Flieger mit einer Swastika als Glückszeichen bemalen, so Fritz Beckhardt, ein deutscher Jude. 1924 zeigte Felix A. Theilhaber eine Fotografie davon, um an den beispielhaften Einsatz jüdischer Patrioten für Deutschland zu erinnern, bevor die Nationalsozialisten das Hakenkreuz für sich reklamierten und antisemitisch deuteten.[151] Auch US-amerikanische Piloten, die damals für Frankreichs Fremdenlegion kämpften, flogen mit der Swastika. Eine Postkarte der 45. US-Infanterie-Division von 1920 trug die Swastika mit dem Spruch: May this emblem protect you well from every bullet, every shell („Möge dieses Emblem dich gut vor jeder Kugel, jeder Granate schützen“).[152] 1927 ließ Charles Lindbergh für seinen bevorstehenden Atlantikflug die Propellernase seines Flugzeugs innen mit einer linksgerichteten Swastika bemalen und von allen Helfern signieren. 1938 ließ er sich vom NS-Regime einladen und nahm Hakenkreuzmedaillen von Hermann Göring als Geschenk an.[153]

Seit 1911 trug das Dankabzeichen der Pfadfinder eine Swastika, seit 1922 auch ihre Verdienstmedaille. Der Gründer Robert Baden-Powell erklärte das 1921 mit der universalen Verbreitung des Glückszeichens, das er aus Indien kannte.[154] Er zeigte aber auch Sympathie für Adolf Hitler und bemühte sich ab 1933 um Zusammenarbeit mit der Hitlerjugend.[155] 1935 gab der britische Pfadfinderverband das Swastika-Emblem jedoch auf, um sich von der NSDAP abzugrenzen.[156]

In Nordamerika gibt es die Ortschaften Swastika (Ontario) und Swastika (New York), den Swastika Lake in Wyoming und den Swastika Mountain in Oregon. Katharine Burdekin schrieb 1937 den Zukunftsroman Swastika Night.

Ab 1940 nach Beginn des Zweiten Weltkriegs verzichteten die Native Americans aus Protest gegen das NS-Regime auf traditionelle Swastikadekorationen. Die 45. Infanteriedivision ersetzte die Swastika auf den Schulterklappen ihrer Uniformen durch ein anderes Symbol.[157] Bis 1942 blieben jedoch Wegmarken und der frühere indianische Handelsplatz Peach Springs an der Route 66 mit Swastiken dekoriert.[158]

In der Nachkriegszeit wurden Hakenkreuze der NS-Zeit weitgehend aus dem öffentlichen Raum entfernt. Oft wurden jedoch Orden und Symbole der NS-Zeit ohne Hakenkreuz weiterverwendet, wie es das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen von 1957 erlaubte. Ab den 1960er Jahren galt dies vielen als deutliches Indiz einer mangelnden Vergangenheitsbewältigung.[218]

Manche Hakenkreuze blieben länger erhalten. So wurde der 1938 angepflanzte Hakenkreuzwald bei Zernikow nach 1945 vergessen. Die Form war im Herbst und Frühjahr an der anderen Nadelfärbung aus der Luft erkennbar und wurde erst 1992 auf Luftaufnahmen wiederentdeckt. Nach internationalen Presseberichten wurden 1995 und 2000 einige Baumreihen gefällt und so das Symbol unkenntlich gemacht.[219] Baumpflanzungen in Hakenkreuzform gab es auch bei Asterode, in Jesberg, in Wiesbaden, Thüringen, Nordrhein-Westfalen, bei Berlin und in Kirgisistan.[220]

In den USA stieß der jüdische Bürgerrechtler Avrahaum Segol 2007 auf ein Militärgebäude der US-Navy bei San Diego und 2008 auf das Altenheim Wesley Acres Retirement Home in Decatur in Alabama, deren Grundrisse aus der Vogelperspektive wie Hakenkreuze aussahen. Er vermutete darin eine versteckte Ehrung deutscher Wissenschaftler, die in der NS-Zeit deutsche Waffen entwickelt und danach am NASA-Raketenprogramm mitgewirkt hatten. Die Träger betonten, die Form sei keine vorsätzliche NS-Propaganda gewesen, und versprachen einen Umbau der Gebäude.[221]

Manche privaten Grabmale der NS-Zeit tragen bis heute Hakenkreuze, die nur mit Einverständnis der Eigentümer entfernt werden können.[222]

In Deutschland gab es 2017 laut Experten noch mindestens ein Dutzend Kirchenglocken aus der NS-Zeit mit Hakenkreuzen und nationalsozialistischen Widmungen.[223] Der wohl bekannteste Fall ist die „Hitler-Glocke“ in der Jakobskirche in Herxheim am Berg. Im Zuge der Berichterstattung über die Herxheimer Glocke beschloss die Gemeinde Rilchingen-Hanweiler, ihre Hakenkreuz-Glocke abzuhängen, später eventuell einem Museum zu übergeben und die Hakenkreuze darauf vorläufig abzudecken.[224] Auch im niedersächsischen Schweringen befand sich noch eine mit Hakenkreuz versehene Glocke in der dortigen Kreuzkirche. Im österreichischen Wolfpassing hatte es bereits 2013 Diskussionen wegen einer in Schloss Wolfpassing befindlichen Glocke mit Hakenkreuz und nationalsozialistischer Inschrift gegeben.

Bei Bauarbeiten auf einem Hamburger Sportplatz ist im November 2017 ein Baggerfahrer auf ein riesiges Hakenkreuz von vier mal vier Metern gestoßen, das bis dahin in 40 Zentimeter Tiefe unter der Grasnarbe verborgen war. Der Bagger hatte auf dem Platz im Stadtteil Billstedt eine Grube für ein Fundament eines geplanten Vereinsheims ausgehoben, als er auf das Hakenkreuz stieß. Es wurde anschließend mithilfe eines Baggers zerstört.[225]

Die Rentnerin Irmela Mensah-Schramm entfernt, übermalt oder verändert Hakenkreuz-Graffiti seit 1980 in ganz Deutschland und nahm dafür wiederholt strafrechtliche Verurteilungen in Kauf. Sie dokumentierte ihre Arbeit im September 2017 in einer Ausstellung.[226]

Es finden sich im öffentlichen Raum in Deutschland aber auch Swastiken ohne nationalsozialistischen Ursprung. So behielt der Eimsbütteler TV zwei „Turnerhakenkreuze“ an einer alten Sporthalle, weil sie laut einer Expertenkommission vor 1910 angebracht wurden. Seit 2010 erinnert eine Gedenktafel an die rassistisch-antisemitische Bedeutung dieser Symbole.[227] Auch ein Swastika-Bodenmosaik im Botanischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München stammt aus vornationalsozialistischer Zeit.[228]

Jüdische Aktivisten versuchten im Mai 2020 Hakenkreuze von mehreren Grabsteinen deutscher Soldaten auf amerikanischen Friedhöfen entfernen zu lassen. Die Soldaten waren als Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg in den USA verstorben. Die zuständige Veteranenverwaltung lehnte das Ansinnen ab.[229]

Karikatur und Kunst

Berliner Mauer, Mühlenstraße am 2. Okt. 1990

Antifaschisten nutzten das Hakenkreuz seit den 1920er Jahren in politischen Karikaturen als Metapher zur Kritik am Nationalsozialismus. Willi Münzenberg zeichnete 1923 einen alkoholisierten Wikinger mit Hakenkreuzflagge und der Textzeile „Die moralische Erneuerung des deutschen Volkes“.[230] John Heartfields Fotomontage „Der alte Wahlspruch im ‚neuen Reich‘: Blut und Eisen“ zeigte vier blutige Äxte als Rutenbündel in Hakenkreuzform. So entlarvte er das abstrakte NS-Symbol als konkretes Mittel tödlicher Gewalt in der Tradition der Kriege Otto von Bismarcks und des italienischen Faschismus. Boris Artzybasheff nutzte das Hakenkreuz für viele seiner surrealistischen Karikaturen, etwa als grotesk verzerrtes überdimensionales Gesicht Hitlers, umgeben von vielen ranghohen NS-Führern und szenischen Details in Hakenkreuzform. Er deckte mit dieser Verfremdung die Illusion des faschistischen Mythos der Volksgemeinschaft auf.[231]

In Karikaturen arabischer Medien zum Nahostkonflikt erscheint das Hakenkreuz seit 1967 oft zusammen mit dem Davidstern, um Kritik an Israel mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.[232] Diese Verbindung der Symbole wird als antisemitisches Stereotyp eingestuft, das Holocausttäter mit Holocaustüberlebenden gleichsetzt.[233]

1970 zeichnete Rainer Hachfeld Arme und Beine mit dem Konterfei des CSU-Politikers Franz Josef Strauß in einer Hakenkreuzform in weißem Kreis auf rotem Hintergrund. Dazu zitierte er eine Aussage von Strauß auf dem CSU-Bundesparteitag jenes Jahres, er wolle eine „Sammlungsbewegung zur Rettung des Vaterlandes“ bilden. Strauß klagte gegen die Karikatur und erreichte ihr Verbot. Jedoch hatte der Gutachter Ernst Maria Lang erklärt, Hachfeld habe nicht Strauß als nazistische Gefahr, sondern die unkontrollierbare Gefahr zeigen wollen, in die Strauß selbst durch seine emotionalisierende Rhetorik geraten könne.[234]

Der „Eisenmann“ ist eine aus Metall geschnitzte Figur mit einer Swastika auf der Brust, die Ernst Schäfer 1938 aus Tibet nach Deutschland mitgebracht hatte. Sie wurde 2012 wiederentdeckt und an der Universität Stuttgart metallurgisch analysiert. Das Material wurde als Bruchstück des etwa 15.000 Jahre alten, 1913 gefundenen Chinga-Meteoriten identifiziert. Die Figur wurde zunächst auf etwa 1100 datiert und als buddhistische Gottheit gedeutet, wird heute aber als zwischen 1915 und 1938 hergestellt eingestuft.[235]

Der deutsche Künstler KP Brehmer schuf 1967 das Werk „Deutsche Werte“, das Briefmarken der NS-Zeit mit Hakenkreuz, Hitler-Kopf und dem Satz „Deutschland erwache“ vergrößert und persifliert. Es war Teil einer Ausstellung, die der Galerist René Block unter dem Titel „Hommage an Lidice“ 1968 in West-Berlin und Prag organisierte, um an das Massaker von Lidice 1942 zu erinnern und eine geplante Gedenkstätte dafür zu unterstützen. Die Objektkunst „The Bench“ von Edward Kienholz (1974) reihte acht von 1938 bis 1970 hergestellte deutsche Radioempfänger auf, von denen einige Swastiken trugen, die bei späteren Modellen im Gehäuse versteckt oder äußerlich entfernt worden waren. Er beschrieb das Werk als symbolische Biografie eines deutschen Mannes, der den Nationalsozialismus erlebt und akzeptiert, dann versteckt und verdrängt habe.[236]

Der israelische Künstler Moshe Gershuni integriert seit 1981 NS-Hakenkreuze in seine Malerei. Sein Werk „Victory“ von 1985 wird durch zwei Hakenkreuze kompositorisch gegliedert. Auf ihnen befinden sich Lobzitate aus der jüdischen Liturgie, deren Schlüsselworte „Herrlichkeit, Ewigkeit, Macht, Ruhm“ auch für die NS-Rhetorik zentral waren. Das Bild enthält auch den Davidstern und Fragezeichen. Es wird als provokativer Akt gedeutet, der die Front zwischen Opfern und Tätern, Gott und Teufel, Gut und Böse in Frage stellt.[237]

Art Spiegelman zeichnete die Hakenkreuzflagge in seinem preisgekrönten Comic Maus – Die Geschichte eines Überlebenden (1980–1985; als Buch 1989–1991) im Kontrast zu den stilisierten Figuren als reales, überdimensionales Objekt, das Dominanz und totalitären Anspruch der Nationalsozialisten auf den öffentlichen Raum veranschaulicht und bei den als Mäuse stilisierten Juden schon beim ersten Anblick ein unbeschreibliches Grauen auslöst, eine Vorahnung des ihnen bevorstehenden Holocaust. In einer weiteren Bildfolge bildet das Hakenkreuz den allgegenwärtigen Hintergrund, vor dem sich gewaltvolle Szenen der sich steigernden Judenverfolgung abspielen. Auf diese Weise stellt der Autor dar, wie der Rassismus den Alltag seiner Opfer betraf. Das Hakenkreuz dokumentiert die treibende Kraft in der Geschichte dieses Rassismus und lädt Leser ein, dessen Bedeutung für die Opfer nachzuempfinden. Unter dieser Flagge werden die Opfer als Juden und die Täter als deutsche Nazis definiert und als getrennte Gruppen gegenübergestellt, so dass ihrer aller Individualität unterdrückt wird. Das Hakenkreuz symbolisiert also das Mittel des charismatischen Führers in einer rassistischen Gesellschaft, Verfolgern wie Verfolgten die erwünschte Identität aufzuzwingen.[238]

Manche Fußball-Hooligans, Hells Angels,[239] Skinheads und Punks, die sich nicht als Neonazis sehen, verwenden das Hakenkreuz bewusst neben anderen Symbolen, um andere zu provozieren und zu schockieren.[240] In Großbritannien trugen Punks das Hakenkreuz anfangs als Armbinde, um es aus seinem Kontext zu reißen (Bricolage), radikalen Nonkonformismus zu zeigen, mit allen gesellschaftlichen Erwartungen zu brechen, so Ablehnung zu provozieren und sich als Objekt von Hass zu stilisieren. Dabei wurden die historischen Gründe für diese gesellschaftliche Ablehnung ausgeklammert. Weil Rechtsextremisten der British National Front die Punks daraufhin als Gesinnungsfreunde ansahen, verlor das Hakenkreuz für sie seine Schockwirkung und wurde wieder aufgegeben.[241]

Der russische Opernsänger Jewgeni Nikitin hatte sich als jugendlicher Heavy-Metal-Schlagzeuger eine Hakenkreuz-Tätowierung stechen lassen. Nachdem die Leitung der Bayreuther Festspiele ihn 2012 dazu befragte, sagte er seine Teilnahme ab.[242] Andere Intendanten kritisierten die Befragung als verlogen: Die Erben Richard Wagners hätten ihrerseits keine Reue wegen ihrer Nähe zum Nationalsozialismus gezeigt.[243]

Ähnlich wie die Anhänger Raels, aber ohne religiöse Absichten wollten Anhänger des kanadischen Autors ManWomen (Pseudonym) an dessen erstem Todestag am 13. November 2013 über die ursprüngliche Bedeutung der indischen Swastika aufklären und deren „Unschuld zurückfordern“. Unter dem Motto „Lerne die Swastika zu lieben“ boten über 120 Tätowierer weltweit kostenlose Swastika-Tattoos an. Besonders in Dänemark, wo das Tragen der Swastika erlaubt ist, fand das Angebot starken Zuspruch. Bei Aktivisten gegen Rassismus und bei Vertretern des Judentums stieß die Aktion dagegen auf Protest: Die Swastika sei durch ihre Geschichte unwiderruflich korrumpiert und repräsentiere heute den Faschismus. Man könne sie nicht einfach davon „reinwaschen“. Die Aktion sei „billig“ und lasse Schlimmes für die Zukunft befürchten.[244]

Unicode

Der Unicode enthält je ein chinesisch-japanisch-koreanisches (CJK) und je ein tibetisches Zeichen für die rechts- und linksgerichtete Swastika sowie zwei tibetische Zeichen für die Swastika mit Punkten:  ….weiterlesen

Nach Protesten gegen die Aufnahme der Unicode-Swastiken in die Symbolschriftart Bookshelf Symbol 7 im Programm Microsoft Office entfernte Microsoft 2003 diese daraus, ebenso wie einen Davidstern. Dies löste wiederum Proteste aus, denn damit würden Hindus und Buddhisten benachteiligt und freie Meinungsäußerung durch autoritäre Eingriffe eingeschränkt.[245]

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