Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

Goodyear für Wolfgang NEUSS

Veröffentlicht am 09.03.2015
NEUSS FILM ENTDECKER Rudolf Brünger
für Fans von Wolfgang Neuss

00:00: Ankündigung “Wir Kellerkinder” – 08.05.1985
26:08: Ankündigung “Genosse Münchhausen” – 17.06.1985
1:08:59: Zum 60. Geburtstag – 06.12.1983
1:21:31: Drogen – 06.12.1983
1:22:47: Letzter Autritt mit “Happy End Auschwitz” – 07.12.1988
1:45:56: Bei Wolfgang Neuss zuhause – 1983
1:53:23: Abspann

Charles Goodyear, in Sachen Chemie Autodidakt, suchte nach einer Methode, ihn unempfindlich gegenüber extremen Temperaturen zu machen. Nachdem er dem Kautschuk die verschiedensten Materialien und Chemikalien hinzugefügt hatte, kam er 1839 durch einen berühmten „wissenschaftlichen Zufall“ zu einer Lösung: Eine Schwefel-Kautschuk-Mischung fiel auf eine heiße Herdplatte, und das Ergebnis war eine trockene und dauerhaft elastische Substanz. Der mit Schwefel vermischte Kautschuk verwandelte sich bei Erhitzung in einen neuen Stoff, in Gummi. Damit hatte Goodyear die Vulkanisation entdeckt.

Goodyear gründete eine Firma zur Entwicklung von Gummihandschuhen und produzierte in der Goldgräberzeit nachgefragte Produkte wie zum Beispiel Zelte. 1844 wurde ihm das Patent Nr. 3633 zum Vulkanisieren von Gummi erteilt. Es beschrieb die Verwandlung von Naturkautschuk in Gummi. Goodyear nannte seine Erfindung “metallic gum elastic composition”. Um die Urheberschaft an der Erfindung entbrannte anschließend ein erbitterter Kampf zwischen Goodyear und seinem Konkurrenten Horace Day, der in einem der bekanntesten Gerichtsprozesse des 19. Jahrhunderts mündete.

1855 stellte Goodyear das erste Gummi-Kondom her, das 1870 mit zwei Millimeter Dicke und vernahtet serienmäßig produziert wurde.

Charles Goodyears Gesundheitszustand verschlechterte sich durch den jahrelangen Umgang mit Bleioxiden, während er in zwei Bänden die Erfahrungen seines Lebens festhielt, von denen 12 Exemplare gedruckt wurden. Im Jahre 1860, sechs Monate vor seinem 60. Geburtstag, verstarb Goodyear. 38 Jahre nach dem Tod Charles Goodyears gründeten zwei deutsche Einwanderer, Frank und Charles Seiberling, eine Firma mit dem Namen Goodyear Tire & Rubber Company, um Reifen herzustellen. Der Name wurde ihm zum Gedenken gewählt.

Als Geschäftsmann war er wenig erfolgreich gewesen. Trotz der vor allem für die spätere Autoindustrie bedeutsamen Patente blieb Goodyear, der mehrmals zu Haftstrafen verurteilt wurde, weil er seine Schulden nicht zurückzahlen konnte, bis zu seinem Tod mittellos. Eine Zeitung schrieb einmal über Goodyear: “Wenn ihr einen Mann seht, in Schuhen, mit Mantel und Hut aus Kautschuk, aber ohne einen Cent in der Tasche, dann habt ihr Charles Goodyear vor euch.”


HILDE FRIEDA ALBERTINE KNEF

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