Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

DIE WIEDERVEREINIGUNG


Außer mir fand in Berlin nur der SDS statt. Die linken Studenten besprachen eine Vietnam-Demonstration durch die Stadt. Ich sah einen Mann, der noch gar nichts zu sagen hatte, Rudi Dutschke.
Die ganze Sache wurde mit der Zeit zu heiß. Einmal das tägliche Leben, dann die Politik, dann das Kabarett, und vor allem: die Pillen. Und eine Eskalation an allen Fronten.
Enzensberger sagte:
“Wolfgang, ich habe das Gefühl, du bist unser Opfer.”
Er wußte, ich will aussteigen. Kunst war für uns bloß Ware geworden. Ich wollte nicht mehr auf der Bühne stehen. Ich kann nicht spielen. Ich kann wirklich nicht Theater spielen. Sondern “ich bin”. Ich kann auch kein Kabarett machen, sondern “ich bin Kabarett”.

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