Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

WOLKENSTEINs SLAM REVOLUTION

SLAM REVOLUTION
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Regisseur ROLF WOLKENSTEIN im Interview
Mit 24 müsstest Du angefangen haben an der Fernsehakademie zu studieren. Das war 1982, da gab es ja noch keine Privatsender, entsprechend müsste das doch damals auch als Regisseur sehr schwer gewesen sein oder? Ich könnte mir vorstellen, dass es heute bei der Masse an Sendern wesentlich einfacher ist irgendwo als Regisseur unterzukommen, stimmst Du mir da zu? neuss kultur-revolution
Damals gab es wenig Sender und viele hungrige Regisseure. Heute gibt es mehr Sender, aber noch viel mehr hungrige Regisseure, weil man heutzutage an fast jeder Hochschule Film und Medien studieren kann.
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Viele davon werden nicht glücklich, und früher oder später wandern sie desillusioniert in andere Gebiete ab, um ihr Geld zu verdienen. Übrig bleiben immer nur wenige und die befinden sich überwiegend in einem permanenten Überlebenskampf.
Als Dokumentar-Filmemacher taucht man ständig in neue Themen ein, macht quasi während der Recherchephase eine Art Kurzstudium im Thema, versucht zu lernen und zu begreifen, um dann mit einem filmischen Blick das Ganze für den Laien verständlich umzusetzen. Man lernt interessante Menschen kennen und bereist ab und zu andere Länder. Im Sommer zum Beispiel fahre ich für ein paar Wochen in den Nord-Irak um einen neuen Sender in der Gestaltung seiner Formate zu coachen. Das ist ein angenehmer Nebeneffekt. Ich kann das über viele Jahre gewonnene Know-How weitergeben. Dabei lernt man den anderen etwas, und lernt auch immer gleichzeitig etwas über sich selbst und die eigene Arbeitsweise.
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Geplant ist immer etwas, das ist in diesem Gewerbe normal, denn die Arbeitsprozesse sind oft langwierig, weil man für jeden Film eine Finanzierung braucht, und die zu bekommen dauert meist. Aus dem Grunde interessiert mich zunehmend das Internet. Hier hat man zwar wenig Budget und muss erfinderisch und sehr beweglich sein, aber dafür auch eine Menge Freiheit. Das Netz schreit immer mehr nach Video-Content. Das eröffnet neue Möglichkeiten, die mich teilweise an die Experimentierfreudigkeit der 70er und 80er Jahre erinnert, als ich viel ausprobieren konnte. Damals mit Super 8 und natürlich mit einem neuen System namens: Video.
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Ausserdem arbeite ich zunehmend gern als One Man Unit, also als Regisseur, Kameramann, Tonmann und Cutter in Personalunion. Da fliesst meine dreißig jährige Erfahrung als Filmemacher ein und ich kann direkt gestalten und wirken.

weitere Hinwendung
hier…Die DM-Abwertung/Stagnation _Neussx_Wolfgang_05

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