Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

NEULANDGEWINNUNG-ZUKUNFT ERFINDEN VOR ORT – DEUTSCHE BAUERN SCHLACHT 2016

„Präsident sollte nur jemand werden, der auch Schweine versteht!“ (Harry S. Truman)
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Zwischen 1,06 Euro und 1,66 Euro kostet das Schlachten und portionsweise Zerlegen eines Schweins in Deutschland. Weil das bei europäischen Nachbarn dreimal so teuer ist, kommen die Schweine aus Belgien und den Niederlanden nach Deutschland, sozusagen im Sterbetourismus. Und treffen auf Schlachter aus Rumänien und Bulgarien, die im Arbeitstourismus nach Deutschland kommen.
Focus schreibt: Die menschlichen armen Schweine töten die tierischen armen Schweine: Natürlich entrüsten sich alle. Ist ja auch ein schönes emotionales Thema, diese Sauerei. Prälat Peter Kossen spricht von „Demütigung“ und „Sklaverei“. Der Möchtegern-Arbeitsminister Klaus Wiesehügel, zur Zeit noch Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Agrar-Umwelt und Mitglied in Peer Steinbrücks Schattenkabinett, spricht von „großen Versäumnissen, wo die jetzige Bundesregierung nichts gegen gemacht hat“.

Ein LPG-Vorsitzender in der Prignitz, der kürzlich nach erfolgreicher Umwandlung seiner „Kolchose“ in einen kapitalistischen Großbetrieb als dessen Geschäftsführer in Rente ging, erzählte mir: „Im landwirtschaftlichen Buchführungsverband Kiel habe ich erfahren, dass 80% der Höfe in Deutschland den Banken gehören. In Mecklenburg sind 38% der Landwirtschaftsfläche schon im Besitz von Industriellen und ausländischen Agrarkonzernen. Der Boden wird als Investition gekauft. In der Landwirtschaft geht die Verbindung zum Boden verloren.“ Ebenso zum Vieh. Am Ende sind die Bauern entweder Agrarunternehmer oder Heimarbeiter der Agrarindustrie. „So haben wir uns das nicht vorgestellt, als wir Landwirtschaft studierten,“ meint ein Ehepaar, das im Emsland Schweine züchtet. Eine süddeutsche Bäuerin, Ulrike Röhr, sieht die Entwicklung der Landwirtschaft dagegen eher rosig: „Schon Monate vor der Ernte werden die Kontrakte auf der Getreidebörse ausgehandelt. Dabei müssen wir entscheiden, wann der beste Zeitpunkt für den Verkauf der Erträge ist. Wir beobachten die Getreidebörse genau, doch wenn der Preis nach unserem Verkauf noch steigt, darf man sich nicht darüber ärgern. Dann ist das eben so. Es ist ein Geschäft, bei dem Erfahrung, Gespür, aber auch Glück eine Rolle spielen…“ Haben sie sich bei der Ertragsmenge verschätzt und mehr verkauft als sie dann tatsächlich ernten, muß das finanziell ausgeglichen werden. ‚Ein Landwirt muß heute das marktstrategische Wissen eines Börsenhändlers haben,“ sagt Ulrike Röhr.

In Deutschland werden zur Zeit 28 Millionen Schweine zum Zwecke der Fleischproduktion gehalten.“ (2015 wurden in den deutschen Schlachthöfen fast 60 Millionen Tiere getötet. „So viele wie noch nie,“ berichtete der Spiegel.)

Hier geht es zum kompletten “SCHWEINE IM GALOPP” ARTIKEL von Helmut Höge helmut höge

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Projektleiterin Dr. Renate Strohm

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