Wolfgang lässt schön grüßen

üben, üben, üben

SAN PEDRO

Man entdeckt nicht die Wahrheit; man erschafft sie.
Antoine de Saint-Exupéry

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.
Vers aus der Rede von Charlie Chaplin
an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

SAN PEDRO

2. Grasende Ziegen: Als ich den angesehenen Kaktologen K. Trout nach seiner Meinung zum Verbleib des Kaktus der vier Winde befragte, sagte er: „Er scheint von Tieren ausgerottet worden zu sein. Vielleicht von Ziegen.“ Im 16. Jahrhundert brachten die spanischen Kolonialisten auf ihren Booten ein höchst kostbares Gut mit: die Ziege. Diese wiederkäuenden Fremdlinge mit ihren Paarhufen und pissegetränkten Bärten knabberten sich quer durch den amerikanischen Doppelkontinent und breiteten sich sowohl als Haustiere als auch in freier Wildbahn aus. Wie Mungo und Schlange sind auch Kaktus und Ziege eingeschworene Todfeinde. Ziegen essen mir Vorliebe Kakteen und sind für die Dezimierung der Vorkommen von Browningia candelaris, Trichocereus pachanoi ssp. riomizquiensis und der beeindruckenden Opuntia echios auf den Galapagosinseln verantwortlich. Falls sich eine isolierte Population vierrippiger Kakteen einmal in der Nähe einer solchen Herde befunden haben sollte, kann der entstandene Schaden kaum zu ermessen gewesen sein.
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Der San-Pedro-Kaktus, wissenschaftlich Echinopsis pachanoi oder Trichocereus pachanoi, ist ein Mescalin-haltiger Stangen-Kaktus.
Der Meskalin-Gehalt ist deutlich geringer als im Peyote-Kaktus und in etwa vergleichbar mit dem Peruanischen Stangenkaktus. Im Gegensatz zum Peyote wachsen Stangenkakteen allerdings auch schneller.

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Der San Pedro wurde und wird als Entheogen in Südamerika genutzt, u.a. von den Nasca, welche heute für ihre Geoglyphen bekannt sind. Von Schamanen wird er oft zu einem Trank zubereitet.
San-Pedro-Kakteen können legal erworben und gezüchtet werden. Der Wirkstoff Mescalin fällt aber unter das Betäubungsmittelgesetz, d.h. die Verarbeitung und Weitergabe der Kakteen zum Rauschgebrauch kann bestraft werden.

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